| Douala und sein Drumherum
Douala ist eine unübersichtlich bis chaotisch wachsende afrikanische Großstadt, deren Einwohnerzahl auf ca. 3 Millionen Einwohner geschätzt wird. Sie ist die Wirtschaftsmetropole und ein Schmelztiegel der unterschiedlichen Regionen und Schichten Kameruns. Hier kommen alle kamerunischen Stämme wie Doualas, Bassas, Bamilikes, Haussa, Fulbes..., Christen, Moslems und die traditionellen Naturreligionen zusammen, so wie die in der Wirtschaft dominierenden Europäer.Das Treibhausklima (25-33 Grad, 70 - 100 % Luftfeuchtigkeit) macht "uns Weißen" zu schaffen und gibt grundsätzlich einer Reparatur der Klimaanlage höchste Priorität. Auch wenn man die angenehmen Seiten einer "Klima" geniest, bleibt es um einen herum feucht.Schon die kleinste Bewegung treibt den Schweiß in die Kleidung (und oder) oder das Fieber der Malaria sorgt für weiteren Flüssigkeitsverlust. Ferner kann der Regen binnen Minuten die Stadt in Überflutung und Schlamm stürzen. |
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| Douala hat alle Facetten einer afrikanischen Großstadt zu bieten:
Wer durch sie hindurch fährt, wird Eindrücke vom chaotischen Verkehr, von Fliegen umschwärmten Fisch- und Fleischständen, von brennenden Müllhaufen samt dem Gestank mitnehmen und den Schlaglöchern in den "Straßen" zärtlich-verzweifelt Namen geben wollen.Zur Straße gehören auch die sog. "Verrückten", die nackt durch die Gegend ziehen und einen Sonderstatus haben. Sie setzen sich bspw. auf eine belebte Kreuzung, ohne verscheucht oder angehupt zu werden. Sie zeigen den sog. "Normalen", dass sie sich aller Dinge entledigt haben, keine Taschen mehr besitzen und dennoch überleben (Mt. 6, 25ff). Es gibt sie hier, wie den Mercedes 500 SEL oder die BMWs der 7er Reihe. Die Menschen hier sind zuweilen sehr direkt und jeder, der mit dem Schiff in den Hafen einläuft weiß darum. "Donne-moi un cadeau!" (Gib mir ein Geschenk!) ist einer der Standartsätze auf den Straßen, wie in einer Polizeikontrolle und lässt viele der Weißen eher verhalten sein. Ein "Bitte", "Danke" oder "Entschuldigung", was man als Europäer hin und wieder einfach braucht, hört man nur selten. Auffallend sind auch die glatten Haare der kamerunischen Frauen, die als Schönheitsideal gelten. |
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| Meistens handelt es sich um Perücken oder Haaraufsätze - letztere werden festgeklebt, andere aber lassen sich die Haare glatt ziehen, so, wie sich europäischen Frauen gerne "bedauerwellen" lassen. Das Straßenbild wird ferner von Händlern mit ihren nigerianischen Imitationsprodukten (Adidas, Nike, Joop, Chanel...) beherrscht, von schlafenden Nachtwächtern, von Prostituierten auf der Straße, in den Bars und Diskotheken - aber auch von allen damit verbundenen Krankheiten. | ||||||||