Festmachen - Februar 2017

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!

Lukas 10,5 (Einheitsübersetzung)

festmachen 2017 02

Die Flagge dippen – so grüßen sich Schiffe auf See. Mit dem kurzen Nieder- und Aufholen der Flagge wird gegenseitig Respekt und friedliche Absicht signalisiert. Zur Zeit Jesu grüßten sich Menschen, indem sie sich wechselseitig Frieden wünschten: Friede sei mit Euch! Wir begegnen uns in Frieden und wir wünschen einander Gottes umfassenden Segen.

Nach seinen 12 Jüngern (Lukas 9, 1-6) schickt Jesus bald eine zweite Gruppe von 72 Jüngern auf den Weg, um Menschen zu heilen und ihnen die gute Botschaft von Gottes Reich des Friedens und der Gerechtigkeit zu verkünden (Lukas 10, 1-12). Er trägt ihnen ausdrücklich auf, jedem Haus und seinen Bewohnern zuallererst Frieden zu wünschen, wenn sie es betreten. Trifft dieser Gruss auf ein „Kind des Friedens“ (so in Vers 6), einen Menschen also, der offen ist für Gottes Frieden und die gute Botschaft aufnimmt, wird in dieser neuen Beziehung Gottes Segen erfahrbar.

Wie ich Menschen begegne und sie anrede, entscheidet oft schon in den ersten Momenten darüber, ob sich eine freundschaftliche und verlässliche Beziehung entwickeln kann oder nicht.

Ob eine neue Schiffsbesatzung an Bord kommt oder man im nächsten Hafen auf bisher unbekannte Menschen trifft, ich denke, dass Seeleute eine Menge Erfahrung damit haben, wie entscheidend die ersten Signale sind für das weitere Miteinander: Wird man in Kooperation und Freundschaft gemeinsam unterwegs sein oder wird es immer wieder Wettbewerb und Konflikte geben. So viel besser wird das Zusammenleben sein und so viel mehr wird möglich sein, wenn ich deutlich machen kann, dass ich den Anderen Frieden wünsche und ihnen nicht Desinteresse oder gar Misstrauen entgegenbringe. Immer wieder auf „Reise“, gibt es wieder und wieder solch neue Anfänge für Seeleute. Wieder und wieder wird sich zeigen, ob die neuen Beziehungen, die dabei entstehen, offen sind für Gottes Frieden oder nicht. Meine Reise mit anderen ist zugleich mein eigener Lebens- und Glaubensweg.

Jesus schickte seine Jünger auf den Weg. So entstand ein weltweites Netzwerk von christlichen Gemeinden und Kirchen, zu dem auch die weltweite Seemannsmission gehört. Heute sprechen wir im ökumenischen Rat der Kirchen von diesem Weg Jesu als einem gemeinsamen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens. Als Pilger auf unserem Weg in dieser Welt wollen wir uns für Frieden und der Gerechtigkeit einsetzen. Gerechtigkeit und Frieden sind Vorzeichen des Gottesreiches unter uns. Die Seemannsmission trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, dass wir nicht nur über den Pilgerweg sprechen, sondern wir ihn miteinander leben.

Olav Fykse Tveit
Generalsekretär des ökumenischen Rates der Kirchen, Genf


 

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