Festmachen - Januar 2018

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.

Deuteronomium 5,14 (Einheitsübersetzung)

festmachen 2018 01

Ich finde das gut. Ich bin dafür, dass die Geschäfte sonntags zu bleiben. Obwohl ich es hier in UK ganz gut finde, dass ich nach dem Gottesdienst noch mal eben Milch kaufen gehen kann. Aber prinzipiell bin ich dagegen.

Aber ich finde, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen oder auch unsere Bordseelsorge müssen 7 Tage erreichbar sein. Also ist diese Regelung eher etwas für die anderen?!

Was bedeutet das konkret? Sonntags nicht einkaufen (auch nicht im Onlinehandel?), nicht im Garten arbeiten? Nicht die Sitzung am Montag vorbereiten?

Vielleicht ist das aber auch eine biblische Weisung, die wir hier gar nicht mehr so brauchen. Wir haben, anders als damals Urlaubsregelungen, halbwegs regulierte Arbeitszeiten und Mittagspausen. Für freie Zeit ist also gesorgt. Da muss man auf diesen freien Tag nicht mehr so genau schauen.

Gott den Tag weihen, das ist schon etwas anderes. Das nimmt mich in die Pflicht. Wie tue ich das? In Andacht, mit Ritualen, indem ich dankbar ausschlafe?

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Festmachen - Februar 2018

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.

Deuteronomium 30,14 (Lutherbibel)

festmachen 2017 02

„Applaus Applaus, für deine Worte, mein Herz geht auf...“ heißt es im Schlagertext. Ja, so ist das, Worte wirken und sind keineswegs Schall und Rauch. Man braucht nur einmal in die Augen eines Kindes zu schauen bei einem liebevollen Wort des Lobes und der Anerkennung.

Aber andersherum geht’s leider auch. In der sozialen Beratungstätigkeit der Diakonie gibt es die Erfahrung, dass Menschen Hilfe brauchen, weil sie sich belastet fühlen - durch Worte.

Manchmal fressen sich harte Worte, besonders solche des Hohns, der Beschuldigung, der Wut und Ablehnung oder Verachtung in das Leben von Menschen und „gehen unter die Haut“, bis zu so großer Bedeutung, dass sie Ursache einer Krank- heit werden können.

Worte unter Menschen sind wirkungsmächtig, Worte sind Taten. „Die Wörter sind Steine“, dichtet Carlo Levi.

In der Seelsorge der Seemannsmission kennen wir die beschwerende Situation von Seeleuten, die an Bord gehen mussten, obwohl zu Hause Probleme z. B. in der Familie, zwar angesprochen sind, aber noch nicht gelöst werden konnten. Da nagt es, bleibt kleben, gärt und treibt.

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