| Predigt in 3 Teilen
16. Warnemünder Sonntag der Seefahrt 14. 08. 2005 |
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| Amos 5, 21-24 | ||||||||||
| Teilpredigt I Bernd Schneider: Für Seeleute ist Wasser ihr täglich Brot. Zugleich sind sie ein wichtiges Glied in der Kette, damit wir durch das Wasser unser täglich Brot auf den Tisch bekommen. Fast alles was wir für den Export produzieren geht über das Wasser mit Schiffen zu den Empfängern. Aus dem Erlös, woraus viele Menschen in unserm Land ihren Lohn erhalten, können wir uns die Nahrungsmittel aus Übersee wie Kaffee, Tee, Südfrüchte und Gebrauchgegenstände wie Autos, Stereoanlagen aber auch Werkzeuge wie Bohrmaschinen etc. erwerben. Alles wird von den Seeleuten aller Nationen zu uns über die Wasser gebracht. Damit dies sicher gelingt, setzen Seeleute viel ein: Tolerantes Zusammenleben mit verschiedenen Nationen, Hautfarben und Religionen an Bord. Verzicht auf Selbstverständlichkeiten wie Theater, Kino, Rockkonzert, Gottesdienstbesuch, Freunde, Familie. Fast alle Seeleute, die wir von der Seemannsmission treffen (und in Rostock sind dies jährlich fast 15.000 Menschen) verrichten ihre Arbeit gern. |
Teilpredigt II Brigitte Nielsen: Auch für die Fischersleute in Warnemünde, an der Küste unseres Bundeslandes, den anderen Küstenländern und überall ist Wasser täglich Brot: Unter oftmals harten Arbeitsbedingungen sorgen sie dafür, dass alle Menschen die Früchte des Meeres auf den Tisch bekommen. Dabei ist es egal ob es nun die delikaten Gaumenkitzler wie Red Snapper sind oder den alltäglichen Hering, die Scholle und Flunder. Bei der Arbeit sind Fischer dem Wetter ausgesetzt. Beide Berufsgruppen auf den Wassern treffen nicht immer die besten Lebens- und Arbeitsbedingungen an. Kabinen und Aufenthaltsräume befinden sich oftmals nicht im aller im besten Zustand. Es gibt immer noch einige, die glauben, die See sei ein rechtsfreier Raum: |
Teilpredigt III Folkert J. Janssen: Das Haus zu verlassen und zu betreten, wann wir wollen, und denen darüber Auskunft geben, die es wissen sollen... Seeleute haben es schwer jedenfalls einen kleinen Bissen von diesem täglichen Brot zu bekommen, weil ihnen Freizügigkeit nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt wird, die außerordentlich schwer mit dem vereinbar sind, was die Menschenrechte bedeuten. Freizügigkeit ist ein wichtiger Aspekt von Würde. Gerade sie, die, wie wir gerade hörten, auf unterschiedliche Weise eine Menge leisten auch in Beziehung dessen was Wasser für uns als unser täglich Brot bedeutet , sollte besonders unter dem Aspekt von Freizügigkeit als Ausdruck ihrer Würde Recht und Gerechtigkeit wie Wasser eines nie versiegenden Baches zukommen. |
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