Heiligabend 2001

The grace of our Lord Jesus Christ, the love of God and the fellowship of the holy spirit be with us all. Amen La gracia de nuestro Senor Jesu Cristo el amor del Padre y la communion del Espiritu Santo este con todos vosotros.
Die Gnade uneres Herrn J.Chr. , die Liebe G's u die Gemsch im Hl Geist sei mit uns allen. Amen Frohe Weihnachten, merry Christmas, buon natale.

Liebe Gemeinde:
Die Pastorinnen und Pastoren beneiden besonders zu Weihnachten ganz und gar die Engel. Und wissen Sie warum, nein. Nun weil die Engel jedes Jahr wieder und immer nur einen Satz singen und preisen müssen, wie wir vorhin gehört haben, nämlich: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen." Und wir, wir müssen immer wieder was anderes und was neues sagen. Hier also was neues zu Weihnachten 2001!!

Ein bißchen neunmalkluger Enkelsohn kommt mit seinem Großvater ins Gespräch. "Opa du! Kennst du das eigentlich auch, du stellst dir was vor, aber du kannst das gar nicht so richtig ausdrücken?" "Was meinst du denn, mein Jungen?" "Na ja z.B. jetzt Weihnachten. In diesem Christkind ist Gott gebo-ren, heißt das doch nicht.? Ach, ich weiß nicht wie ich das sagen soll, " ist Gott denn ein kleines Kind geworden?" "Ja, so steht das in der Weihnachts-geschichte drin." "Und dann ist doch das Kind Jesus wieder Gott geworden, als die heiligen drei Könige es angebetete haben und, und besonders nachher bei der Auferstehung, da ist er doch wieder zu Gott gegangen, oder?" "Junge du, du machst dir aber auch Gedanken. Doch du hast recht. Ja, so ist das eigentlich." "Aber das ist so schwer, das richtig zu beschreiben, Opa." "Ja mein Junge, das stimmt, und das war es schon immer." Hör dir mal an, wie das im Neuen Testament steht, wie die Menschen das damals gesagt haben: im 1. Tim 3,16: Und unsagbar groß ist das gottselige Geheimnis: Jesus ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, bekannt gemacht unter den Völkern , geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit."

"Stimmt Opa, man merkt, die haben sich auch schwer getan" "Tscha, darum sagen sie ja auch, das ist ein großes Geheimnis. Und, weils so schwer noch einmal. Also: unsagbar groß ist das gottselige Geheimnis: Jesus ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, bekannt gemacht unter den Völkern , geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit"

"Du Opa, Jesus wurde bekanntgemacht unter den Völkern, hieß das da. Das macht ihr bei der Seemannsmission doch eigentlich auch? Ihr macht Jesus bekannt unter den Seeleuten aus vielen Völkern. Nicht?"

"Ja das stimmt. Und in vielen Völkern das ganze Jahr über. Aber besonders an Weihnachten. Kannst du dir das eigentlich vorstellen: in der ganzen Welt sind Weihnachtsgottesdienste heute und morgen. So z.B. hat Lolita Lahaja Ginzel in Indonesien sicher schon ihren Gottesdienst lange beendet in Batam. Da ist jetzt schon Mitternacht. Und Heidrun und Dieter Schmidt feiern das letzte mal in Durban in Südafrika Weihnachten u.zw. unter Flamboyants, unter den rot blühenden Akazien, wie sie uns geschrieben haben. Na und Adelar Schünke in Santos in Brasilien, der ja im Sommer hier war, wird erst morgen seinen Weihnachtsgottesdienst feiern. Da ist es jetzt erst 12Uhr mittags, jetzt uu diese Zeit.. Rund um die ganze Welt also. Überall wird gefeiert. Nämlich : Das in dem Kind Jesus Gott in diese Welt kam.

Today and tomorrow there are services and masses because Christmas just around the word. Like our female friend Lolita in Batam in Indonesia or Christoph and Dorothea Präckel this year the last time in Amsterdam. Or tomorrow Pastor Adelar Schünke in Santos in Brasilia. They all praise God, that Jesus Christ is born.

"Du Opa, das Christkind ist doch eigentlich in besonderer Weise zu den Seeleuten gekommen nicht?" "Wie kommst du denn darauf, sag mal?"
"Nu denk doch mal nach: die ersten, denen die Geburt Jesu bekannt gemacht wurde, das waren doch die Hirten nicht"
"Ja, und?"
"Nun ja, und die Hirten die waren immer draußen vor, die waren nie richtig zu Hause, sondern auf den Feldern, dort wo keiner wohnte" "Ach so meinst du das, mein Junge. Und die Seeleute, die sind doch auch weit weg von Zuhause. Dann, wenn die Familien sich’s gut gehen lassen, wenn die alle beieinander sind und feiern, dann sind sie auf See, irgendwo, in irgendeinem Winkel der Welt" "Ja, genau so meine ich das Opa!"
"Ja, da hast du wohl recht. Weil sie in dem Sinne oft keine Herberge haben, sind sie Jesus Christus bei seiner Geburt in dem Stall sehr nahe. Aber auch sonst. Jesus ist ja immer so dazwischen: Er ist Gott und wird Fleisch, also Mensch. Aber das Wichtigste was er tut, tut er im Geist. Erschienen ist er den Engeln , den göttlichen Wesen. Aber bekannt gemacht wird er den Völkern auf der Erde. Dieses Dazwischen, dieses mal so mal so, Dieses mal bist du hier mal dort, mal gehörst du hier dazu mal dort. All das erfahren die zur See fahrenden auch immer wieder. Auf See sind sie nicht auf der Erde – aber natürlich auch nicht im Himmel, aber über der tiefen See. Eben ein Leben dazwischen. Sie sind eben häufig out of area."
"Opa Du? haben die Seeleute, denn nicht oft Heimweh?" "O, gewiß mein Junge. Gerade an solchen Familienfeiern wie Weihnachten. Sie mögen das wohl nicht so nennen. Und wahrscheinlich werden sie das oft nicht zugeben. Aber sehnen tun sie sich natürlich tüchtig, nach der Frau und den Kindern. Nach den Eltern und Geschwistern. Das merkt man immer wieder.
Und das gehört ja wohl überhaupt zu Weihnachten dazu: so eine Art Heimkehrfieber. Das möchten wir doch alle, nach Hause kommen. Ganz zu Hause sein! Endlich mal wieder! Wir fiebern darauf, heim zu kehren. Nach Hause, zum Vater, zu den Eltern, zu den Kindern, zu den Großeltern, oder einfach so, heim. Heimkehrfiber eben."

A young boy asked his grandfather: "Grandpa, seafarers aren‘t they like the shepherd in the story of the birth of Jesus Christ?” "Why" answered the grandfather. "Because" said the young boy, "because the shepherds have been always outside. They were not living in the houses of their families. And aren’t they seafarer not often in the same position?" "O yes, may be you are right!" The grandfather said. "So the seafarers are living very near to Jesus Christ, like the shepherds in the old time, don’t they?" asked the boy. "I really hope so!" the grandfather answered.

"Du Opa? Kennst du eigentlich Nicanor?" "Ne, mein Jungn, den kenne ich nicht. Wer ist das denn, irgend so ein Fernsehheld?" "Och Opa, nein ganz und gar nicht. Nicanor, das ist der vierte von den Heiligen drei Königen. Und an den mußte ich denken, eben als du vom Heimkehrfieber sprachst.
Also Nicanor kam nicht so recht voran wie Kaspar, Melchior und Balthasar. Sein Pferd lahmte. Und so hat er es nicht geschafft bis nach Bethlehem. Er hat Jesus im Stall also nicht erlebt. Ja, und dann ließ sich Nicanor auch immer aufhalten. Traf er zum Beispiel auf einen armen Menschen, mußte er ihm unbedingt helfen. Und das hielt natürlich auf. Wie vielen Waisenkindern half er zurecht, dass sie wieder auf den rechten Weg kamen. Immer wieder fand er Menschen, die ihm Leid taten, und denen er weiter half. Das brachte ihn selbst natürlich nicht weit voran. Und eines Tages tat ihm eine Galeerensklave sehr sehr leid. Also ein Mensch, der immer auf einem Schiff rudern mußte und dort angekettet war. Das brach ihm das Herz. Er kaufte ihn frei, dadurch dass er sich selbst als Galeerensklave anbot. Jahre, nein, Jahr-zehnte hatte er so verbracht."
"Aber du wolltest doch von dem Heimkehrfieber erzählen, mein Junge."
"Ja Opa, man nicht so ungeduldig. Das kommt ja jetzt. Also dreißig Jahre war das etwa her, seitdem er mit den anderen drei Königen losgezogen war. Da endlich kam er wieder frei. Und da brach es in ihm auf, dieses Heimkehrfieber. Plötzlich erinnerte er sich wieder an den Stern. An den Stern von Bethlehem, der sie damals geleitet hatte. Und so zog er nach Jerusalem. Und was meinst du wohl Opa, dort in Jerusalem, erlebte Nicanor wie drei Verbrecher gekreuzigt wurden. Aber jetzt kommt’s: Sein Heimkehrfieber machte ihn neugierig. Und, um es kurz zu machen: plötzlich merkte er, dieser eine, dieser Jesus, das ist genau der Christus, den sie damals vor dreißig Jahren gesucht hatten. Der mit dem Stern damals."

"Du, mein Junge, das ist aber eine tolle Geschichte. Ja, so kann‘s gehen. Die Wege Gottes sind ganz verschieden: Die heiligen drei Könige brauchten nur Wochen, um Jesus zu finden. Nicanor aber, und vielleicht viele, viele andere Menschen, brauchen fast ein ganzes Leben, bis sie das Geheimnis von Jesus Christus erkennen. Und vielleicht wir selbst auch. Bis wir spüren: nämlich dieses Kind, dieser Jesus, dessen Geburt wir Weihnachten feiern, das ist Gottes Kind. Und das ist das unsagbare Geheimnis."
Eben dieser Jesus ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, bekannt gemacht unter den Völkern , geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit."

I just told: Christmas is a mystere. That is a surprise. God himself came on christmas day on earth. In this little child in a manger. He became a human being. That is a surprise. The border between the high heaven of God and the deep earth is no longer a border. We can pass it, because Jesus Christ passed this border. And on this way, in the steps of this Christmas Child we are able to find our home. A warm home with brightness. A home with God. And we can find it all over the world. Also on board of a our ship., where ever she is. That's why we say: merry Christmas.

"Opa, mögen wir Weihnachten eigentlich so gern, weil wir auch Gottes Kind sein wollen, so insgeheim, meine ich?" "Ich glaube, mein Junge: genau, das ist es, eben dies Heimkehrfieber. Das ist das Geheimnis von Weihnachten. Ich möchte gern dazu gehören. Zu Gott, zu den Menschen. So wie Seeleute gern dazu gehören möchten und die Hirten.
Und das spannende ist. Jawohl Gott, jawohl Jesus Christus kommt immer wieder zu diesen Menschen, zu uns, die wir uns so oft draußen vor fühlen.
Weihnachten werden wir eingeholt. Heim geholt. Darum unser Heimkehrfieber. " Darum fröhliche Weihnacht.
Mery Christmas, Felice natau. Amen.

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