Votum: Seefahrt bringt Güter

Eigentlich begann der heutige Tag wie immer:

Um 6.00 schellte der Wecker (übrigens: Made in Hongkong),
ich sprang aus dem Bett (Made in Schweden),
schlüpfte in meine Hausschuhe (Made in Indien),
kochte Kaffee ( Made in Brasilien),
holte meine Lieblingstasse ( Made in China)
und setzte mich auf meinen Rattanstuhl ( Made in Indonesien)...

Wie Sie gemerkt haben:
alles was ich benutze, kommt von weit her.
Ich habe es zwar hier in Bremerhaven gekauft,
aber hergestellt wurde es woanders.

Und, es wurde von dort hierher transportiert.
Auf Schiffen, die von Menschen bedient werden.
Von Menschen aus aller Welt, in allen Hautfarben,
aus den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen.
Diese Menschen, die Seeleute, verdienen ihr Geld,
indem sie Güter von A nach B transportieren.
Zum Beispiel von Alexandria nach Bremerhaven.

Und das dauert natürlich.

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Ein modernes Containerschiff bringt es zwar auf ca. 20 bis 25 Knoten die Stunde.
Das sind ca. 1.000 km am Tag.
Aber die Entfernungen sind groß,
dass der Seemann vielleicht erst nach einer Woche wieder Land sieht.
Aber das heißt nicht, dass er auch an Land gehen darf.

Gerade im Hafen muss er arbeiten:
die Güter werden geladen und gelöscht.
Proviant kommt an Bord.
Die dringend benötigten Ersatzteile für die Maschine werden gebracht.
Der Schiffshändler, der Agent, der Zoll,
die Wasserschutzpolizei und andere kommen an Bord.
Und immer muss er da sein,
der Seemann.

Jörg Moritz