ICMA-Vorstand beschließt mehr ökumenische Kooperation
Am Mittwoch 23.4. und Donnerstag 24.4. traf sich in der Geschäftsstelle der Deutschen Seemannsmission (DSM) in Bremen der Vorstand der "International Christian Maritime Association" (ICMA) zu seiner ersten Sitzung im laufenden Jahr. Den Vorsitz hatte der im Oktober 2007 in Rotterdam gewählte Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der DSM. Die ICMA-Repräsentanten waren einhellig der Auffassung, dass der ökumenische Zusammenhalt in den Regionen stärker verankert sein müsse. Vor dem Hintergrund der vorrangigen Zielsetzung, in der maritimen Welt als vereinte christliche Stimme gehört zu werden, beschloss das Gremium daher, die regionale Zusammenarbeit weiter zu fördern und zu stärken. "Es ist unser aller Ziel, für die Würde der Seeleute einzutreten. Das können wir jedoch am ehesten gemeinsam voran bringen!", sagte Feenders im Anschluss an die Sitzung.
Darüber hinaus könne beobachtet werden, dass vor dem Hintergrund der besonderen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Seeleuten der Bedarf an Seelsorge, Gesprächen und geistlicher Begleitung deutlich gestiegen sei. "Die Bedeutung der Besuche unserer Seemannspastoren an Bord hat auf Grund der Sicherheitsbestimmungen in den Häfen und wegen der kurzen Liegezeiten, insbesondere der Containerschiffe, deutlich zugelegt", betont Feenders. Daher werde es zukünftig wieder vermehrt Fortbildungsangebote geben, in denen auf diese Besonderheit eingegangen werde. Dabei solle ebenfalls die Wichtigkeit der ökumenischen Zusammenarbeit, welche von allen beteiligten Missionen unterstützt werde, stärker betont werden. Feenders teilte weiterhin mit, dass derzeit für die Region Westeuropa (Portugal bis Norwegen) eine Konferenz in Vorbereitung sei, die im Oktober in Bremerhaven stattfinden solle.
Stichwort ICMA
Die neun Mitglieder des Vorstands der ICMA vertreten 27 Mitgliedsorganisationen, die diakonische und soziale Arbeit an Seeleuten auf Schiffen und in Häfen leisten. Die 1969 gegründete Organisation mit Sitz in London beschäftigt weltweit knapp 1000 Seemannspastorinnen und -pastoren in über 520 Einrichtungen und 126 Ländern. Unabhängig von Nationalität, Religion, Kultur, Sprache, Geschlecht oder Rasse sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter bei Bordbesuchen und in Seemannsclubs oder -unterkünften ansprechbar für die Belange der Seeleute. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.icma.as
DSM sucht Generalsekretär/ Generalsekretärin
24.04.08 (Bremen) Die Deutsche Seemannsmission e. V. (DSM) sucht einen/ eine Generalsekretär/ Generalsekretärin, da die Wahlperiode des bisherigen Stelleninhabers mit Ablauf des 30. Juni 2009 endet.
Stellenausschreibung
Die Deutsche Seemannsmission e.V. mit Sitz in Bremen sucht ab 01. Juli 2009 als leitenden Theologen/leitende Theologin für ihre weltweite Arbeit einen/eine
GENERAL SEKRETÄR/ GENERAL SEKRETÄRIN Die Planstelle ist nach Bes.-Gr. A15 bewertet. Es wird in den ersten 3 Jahren aber nur eine Besoldung nach Bes.-Gr. A14 plus einer nicht ruhegehaltsfähigen Zulage in Höhe von 50% der Differenz zwischen den Grundbeträgen der Bes.-Gr A14/ A15 gewährt. Eine Beförderung in die Besoldungsgruppe A15 erfolgt nach Ablauf von 3 Jahren.
Der Generalsekretär/Die Generalsekretärin hat die Aufgabe, die im diakonisch-missionarischen Dienst der Seemannsmission stehenden Mitarbeitenden im In- und Ausland zu besuchen, zu beraten und sie seelsorglich zu begleiten. Gemeinsam mit ihnen trägt er/sie Sorge für ihre Fortbildung und ihre Konferenzen. Er/Sie pflegt die Verbindung zu den ökumenischen Partnern im weltweiten Werk der Seemannsmission und zu den mit der Schifffahrt verbundenen nationalen und internationalen Stellen und Einrichtungen. Er/Sie ist verantwortlich für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit im Innen- und Außenverhältnis. Dazu gehört auch — unterstützt durch einen Redaktionskreis — die Herausgabe einer vierteljährlichen Zeitschrift.
Der Generalsekretär/Die Generalsekretärin ist auch satzungsgemäßes Mitglied des Vorstandes der Deutschen Seemannsmission e.V.
Gesucht wird eine herausragende Persönlichkeit aus dem Dienst einer Gliedkirche der EKD mit Erfahrungen in der Gemeindearbeit im In- und Ausland, mit Führungsverantwortung bei gleichzeitiger Fähigkeit zur Teamarbeit. Die Beherrschung der englischen Sprache ist Voraussetzung, gute französische Sprachkenntnisse sollten vorhanden sein. Tropentauglichkeit ist erforderlich.
Der Wohnsitz des Generalsekretärs ist Bremen.
Die Wahl erfolgt auf sechs Jahre und ist vorgesehen anlässlich der Mitgliederversammlung am 23./ 24. April 2009. Wiederwahl ist möglich.
Bewerbungen werden bis zum 31. Juli 2008 erbeten an den Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses, Herrn Landesbischof Jürgen Johannesdotter, Deutsche Seemannsmission e.V., Jippen 1, 28195 Bremen.
DSM Stellenausschreibung GENERAL SEKRETÄR/GENERAL SEKRETÄRIN zum download als PDF Ausschreibung.pdf
DSM wirbt aus Sorge über den Kaufkraftverlust von Heuern um Solidarität mit Seeleuten
Die Mitarbeiter der Deutschen Seemannsmission (DSM) verfolgen mit wachsender Sorge den Kaufkraftverlust der Heuer von Seeleuten. Die mehrheitlich in US$ bezahlten Matrosen haben, bedingt durch die Preisanstiege und den Kursverlust des Dollars, in den letzten Monaten einen wesentlichen Teil Ihres Einkommens „verloren“. Die Zahl der Reeder bzw. Crewing-Agenturen, die in Euro abrechnen oder für einen finanziellen Ausgleich sorgen, sei jedoch bisher kaum erwähnenswert.
Aus der DSM-Station in Le Havre heißt es, für die philippinischen Seeleute sei die wichtigste Meldung in den Zeitungen, die der DSM-Diakon ihnen mitbringe, der aktuelle Stand des Wechselkurses. „Ein Seemann berichtete mir, dass er bei dem jetzigen Wechselkurs ca. 300 $ monatlich gegenüber früheren Zeiten verliert, ein anderer meinte, er stelle sich bei diesem Dollarkurs immer dringlicher die Frage, ob es sich noch lohne, weiter als Seemann zu fahren“ so der leitende Mitarbeiter Michael Ludwig aus Le Havre. Dass weniger Geld vorhanden sei, können die DSM-Mitarbeiter sehr deutlich an dem Verkauf von Telefonkarten ablesen. Nicht mehr die 10 $ Karten werden nachgefragt, sondern vor allem die 5 $ Karten.
Der Seemannsdiakon und Leiter des Hamburger Seemannsclubs „Duckdalben“, Jan Oltmanns berichtet: „Als der Euro eingeführt wurde, haben wir viele Preise zwei zu eins umgerechnet. Eine Flasche Bier kostete dadurch statt 2,50 DM 1,25 €. Das entsprach seinerzeit dem Wert von einem US-Dollar. In der Zwischenzeit ist unser Einkaufspreis durch Einführung der Mautgebühren und die Mehrwertsteuererhöhung sowie durch Preissteigerungen kontinuierlich gestiegen. Eine Preiserhöhung haben wir jedoch nicht vorgenommen, weil sich der Wert des Dollar immer weiter vermindert hat und ohne Solidarität geht es auch bei uns nicht. Vor wenigen Tagen war der Preis des Bieres genau 2 US$, für unsere in $ bezahlten Gäste also um 100% gestiegen, ohne dass wir auch nur einen Cent mehr dafür bekommen. Ich denke das macht die dramatische Entwicklung sehr deutlich!“
Ein weitergehender Zeitungsbericht zum Thema: Welt Online vom 24.04.08 - Harte Zeiten für Seeleute
Der entsprechende Radiobericht zum download: NDR_Info_vom_24.04.08_von_Sylvia_Buckl_-_Seemänner_leiden_unter_Dollarverfall.mp3
Nordwest vor Ort - "Lass fallen Anker"
Über die große Geschichte und schwierige Gegenwart der Seemannsmission
Im Jahr 1854 stiftete der Bremer Reeder Friedrich Martin Vietor das erste Seemannsheim Deutschlands. Es sollte "eine angenehme und ruhige Zuflucht für Matrosen und Schiffsjungen sein" – anders ausgedrückt: ein guter Ort, "vor Anker zu gehen". Vietors Initiative war der Vorläufer der 30 Jahre später gegründeten deutschen Seemannsmission, die heute wesentlich von der Evangelischen Kirche getragen wird. Die Bedeutung dieser segensreichen Institution unter den heutigen Bedingungen in der Seeschiff(f)ahrt ist Thema in der nächsten Sendung "Nordwest vor Ort" am Sonntag, 13. April sein.
Teilnehmer:
- Franco Parpaiola und Edmund Petschulis, langjährige Seemänner auf allen Meeren der Welt
- Peter Bick, Seemannspastor
- Jörg Colberg, North Sea Terminal Bremerhaven, Vorsitzender der Bremer Seemannsmission e.V.
- Dirk Lohmann, Reederei Sloman-Neptun
- Andreas Mai, Hafenkapitän
- Helmut Detken, langjähriger Geschäftsführer der Bremischen Hafenvertretung
Moderation: Theo Schlüter Die Veranstaltung ist öffentlich. Gäste sind herzlich willkommen.
Sonntag, 13. April 2008, 11.05 - 12 Uhr | Nordwestradio live aus dem Bremer Presse-Club, Schnoor 27/28, 28195 Bremen
Radio-Beitrag online nachhören unter : Über die Geschichte der Bremer Seemannsmission [39,20 min.]
Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission im Interview anlässlich der Neueröffnung des Seemannsclubs "Hollfast" in Rostock
Seemannsmission in Cuxhaven präsentiert die Bilanz 2007 und setzt auf Bordbesuche
Cuxhaven (epd). Die evangelische Seemannsmission in Cuxhaven setzt in ihrer Arbeit weiterhin auf Bordbesuche. Im vergangenen Jahr sei er auf 418 Schiffen 1.270 Seeleute begegnet, teilte Seemannsdiakon Martin Struwe am Dienstag in einer Bilanz für 2007 mit. Im Seemannsheim am Grünen Weg seien 1.406 Übernachtungen und knapp 420 Tagesgäste ge-zählt worden. Struwe leitet seit knapp einem Jahr die Seemannsmission in Cuxhaven. Er übernahm das Amt vom Ehepaar Hans-Joachim und Ingeborg Karge, die dort mehr als 25 Jahre tätig waren.
Er sei in Cuxhaven freundlich aufgenommen worden, sagte Struwe. So hat der Diakon mittlerweile auch einen Kontakt zur örtlichen Seefahrtsschule aufgebaut, wo er in Kursen bei den Studienanfängern unterrichtet. Der Jahreshaushalt der Station Cuxhaven betrug 2007 den Angaben zufolge knapp 90.000 Euro. Das Budget speist sich aus Kirchensteuern, Spenden, Kollekten, Zuschüssen der Stadt sowie freiwilligen Schiffsabgaben und eigenen Einnahmen.
Cuxhaven ist Teil eines globalen Netzes der Deutschen Seemannsmission, zu dem 16 Inlands- und 17 Auslandsstationen zählen. Schwerpunkte der Arbeit sind nach Informationen von Generalsekretär Hero Feenders Bordbesuche, Freizeitangebote sowie soziale Arbeit und Seelsorge. Mehr als 700 Haupt- und Ehrenamtliche engagierten sich bei der Deutschen See-mannsmission weltweit für Menschen an Bord und in den Häfen. Im Ausland arbeitet das Werk in der Regel eng mit den Heimatkirchen vor Ort zusammen. (epd Niedersachsen-Bremen/b0823/01.04.08)
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Frau Dr. Margit Wetzel (Vizepräsidentin der Deutschen Seemannsmission und MdB) kommentiert als Sprecherin der "SPD-Küstengang" Entwicklungen im maritimen Sektor
Eckart Bluhm (Geb. 1923)
von Jan Oltmanns (Seemannsdiakon, Hamburg Waltershof „Duckdalben“)
Ich habe die Nachricht erhalten, dass unser Bruder Seemannsdiakon Eckart Bluhm am 19. März im Alter von 85 Jahren in Hamburg gestorben ist. Er war von 1972 bis 1987 Seemannsdiakon bei der Seemannsmission Hamburg-Atona e.V. und für mich ein großes Vorbild. Lange bevor die Deutsche Seemannsmission (DSM) ihr Leitbild mit „support of seafarers dignity" benannte, hat er in seinem diakonischen Dienst diese Unterstützung der Würde der Seeleute auf seine Art vorgelebt.
“Blümchen” nannten ihn manche der deutschen Seeleute liebevoll, das drückte ihren Respekt ebenso aus, wie ihre Achtung. Der Satz Gottes, “meine Kraft ist in den Schwachen mächtig” wurde von Bruder Bluhm in für mich, damals 1975/76 als Zivi in Altona, faszinierender Weise gelebt. Eckart Bluhm, selbst als Funker jahrelang zur See gefahren, hat die, wie es mir damals schien, harten Kerls von der Waterkant in gutem Sinne Jesu geliebt. Liebevoll nannte er sie "unsere Jan-Maaten".
Sein Bestreben war eine Gemeinschaft am festlich gedeckten Tisch des Herrn. Der Donnerstag im Seemannsheim war geprägt von seinem Wunsch nach einem wunderschönen “Seemannsonntag” für alle. Die Vorbereitungen bewundere ich heute noch, mehr als vor 32 Jahren. Die Tische im Frühstückszimmer wurden festlich gedeckt, der Zivi fuhr hoch, zur Palmaille, zum Blumenladen, um frische Blumen zu kaufen und zum Bäcker für leckeren Kuchen und er bestückte liebevoll die Kiste mit unterschiedlichen Sorten von Rauchwaren. Alle sollten etwas spüren von der Liebe Gottes. Es war in dem Moment egal, ob “Minen Uwe” beteiligt gewesen war an der Verschiffung von Waffen an nahöstliche Kriegsparteien oder ob Eddy seine Familie mit einem Haufen Schulden allein gelassen hatte. Es war auch egal, ob Peter sein ganzes in acht Monaten “sauer verdientes Geld” in nur einer Nacht auf St. Pauli durchgebracht hatte. Auch Hüssein aus Pakistan, der fast immer durch einen Gips an irgendeinem Körperteil deutlich machte, wie schlecht es ihm ging und wie hart Seemannschaft war, wurde selbstverständlich herzlich begrüßt. Keiner musste sich bepredigen lassen. Eckart Bluhm bediente die Runde und hatte für jeden freundliche und aufmunternde Worte. Gemeinsam sangen wir recht und schlecht, aber inbrünstig, einen Choral, saßen eineinhalb Stunden zusammen und ließen es uns einfach gut ergehen. “Blümchen” sei Dank!
Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand machte er noch Bordbesuche auf den Kümos an den Altonaer Liegeplätzen und er schickte seine herrlich chaotischen Handzettel auf denen die Frequenzen der deutschsprachigen Sender weltweit vermerkt waren und die Zeiten, zu denen christliche Sendungen liefen. Lange noch nach seinem endgültigen Ausscheiden aus der Arbeit 1994 erinnerte ein Schild, in seiner einzigartigen Handschrift, am Ausgang des Seemannsheims Altona, die abreisenden Gäste: "Nix vergessen? Sachen? Kinder? Entschuldigung - kam schon vor."
Bei kaum einem bin ich so gewiss, dass er an der Himmelpforte mit weit offenen Armen empfangen wurde und meine Gedanken sind bei seiner lieben Frau, seiner Tochter Corinna, auf die er immer so stolz war und seinen beiden Enkeln, die wie ich vielleicht ein bisschen reifen müssen, um zu begreifen, was für einen großen Opa sie hatten. Jan Oltmanns
Mehr zu Eckart Bluhm finden Sie unter http://www.seemannsschicksale.klack.org/seite11.html
Seemannsmission ermöglicht Seeleuten Kontakte zu Ihren Familien
Lage in Douala/Kamerun bleibt unsicher
DSM Station "Foyer du Marin" hat regulären Betrieb wieder aufgenommen
05.03.08 (Douala/Kamerun) Nach den Ausschreitungen auf den Straßen der Hafenstadt Douala in der letzten Woche, herrscht dort seit dem letzten Wochenende angespannte Ruhe. Im Umfeld der Station der Deutschen Seemannsmission (DSM) in Douala wurden Schätzungen laut, die von mehreren Dutzend Todesopfern und Verhafteten ausgehen. Auch wenn viele westliche Ausländer das Land verlassen haben, ist keine allgemeine Evakuierung seitens der ausländischen Botschaften geplant. Staatliche Sicherheitskräfte seien in den Straßen Doualas präsent. Lokalen Berichten zufolge soll Staatspräsident Biya versuchen, in den kommenden Tagen auf die Preisgestaltung der Betriebe und Händler Einfluss zu nehmen, um die Warenpreise zu drücken.
"Auf jeden Fall ist die Sache nicht ausgestanden, weil nach wie vor die Frage der Verfassungsänderung zur Verlängerung Biyas Amtszeit nicht geklärt ist", meint DSM-Stationsleiter Manfred Kühle. Eigentlich würden alle damit rechnen, dass es deshalb zu weiteren Auseinandersetzungen kommen wird. Die Frage sei wann? Dies hänge nicht zuletzt vom Vorgehen der Regierung ab. "Entgegen einigen, die weitere ernste Proteste bereits in den kommenden Tagen erwarten, glaube ich, dass es wohl eher Monate dauern wird", so Kühle weiter. Dies liege auch an der hohen Militärpräsenz in den Stadtteilen. Die von Demonstranten errichteten Straßensperren seien zwar wieder verschwunden, einige Spezialeinheiten sollen dennoch klaren Schießbefehl haben. "Weitere Aktionen, wie etwa Straßenblockaden, wären unter diesen Bedingungen selbstmörderisch", kommentiert Kühle die Lage.
Montagmorgen letzter Woche wurde die DSM-Station "Foyer du Marin" wegen der eskalierenden Gewalt in Douala vorübergehend geschlossen. Obwohl der See- und der Flughafen offen blieben, wurden aus Sorge um Seeleute und Nachbarn in der Kapelle der voll belegten Station und der Privatwohnung des Ehepaars Kühle Notquartiere eingerichtet. Um Hilfesuchenden den Einlass zu gewählen wurde bereits am Montagnachmittag das Schloss wieder von der Stationspforte entfernt und in den folgenden Nächten organisierte Hr. Kühle eine besondere Wache: "Unsere kleine Schiffsglocke wurde zum Warnsignal umfunktioniert." Einige Ausländer, die in Douala leben, seien gekommen, um Nachrichten auszutauschen oder um sich in der Station einzuquartieren. Damit wurden sie vor Isolation und Nahrungsmittelknappheit bewahrt. Mit der deutschen Botschaft in Yaoundé habe ein täglicher Austausch über die Situation in den Metropolen stattgefunden. Daneben gab es Gespräche mit dem Präsidenten der ortansässigen Evangelischen Kirche Kameruns (EEC), die sich bei Lokalpolitikern für die Menschen im Lande einsetzte und in einer Fernseh- und Radiobotschaft zu Gewaltverzicht aufrief. Ab Donnerstag seien dann die ersten, vom Militär eskortierten, Konvois aus unruhigen Gebieten in Douala eingetroffen. "Deutsche, Österreicher, Franzosen und Amerikaner haben sich vorübergehend bei uns einquartiert. Darunter war auch der Kanzler der Deutschen Botschaft", berichtet Kühle. "Alle haben sich bei uns den Umständen entsprechend wohl und sicher gefühlt. Es gab keinerlei Anzeichen, daß uns aus der Nachbarschaft gedroht wurde." Im "Foyer du Marin" habe sich zwischen allen Zuflucht Suchenden, unabhängig von Nationalität und Hautfarbe, ein Gefühl der Solidarität eingestellt. "Es wurde gemeinsam gekocht und gegessen und unsere Mitarbeiter haben sich die letzten Tage phantastisch verhalten! Sie sind in wechselnden Schichten nach Hause gelaufen oder haben bei uns übernachtet", lobt Kühle. Am Freitag sei der Shuttleservice für die Seeleute von den Schiffen zur Station wieder aufgenommen worden und es konnten die Stationsvorräte ergänzt werden. Insofern habe die DSM-Station Douala ihren normalen Betrieb der politischen Lage zum Trotz und der Menschen im Hafen wegen wieder aufgenommen.
Download des Zeitungsartikels von Kai-Christian Krieschen als PDF Cuxhavener_Nachrichten_vom_04-03-08.pdf
03.03.08 (KAPSTADT) - „Schnell raus, bevor es hier knallt wie im Tschad oder Kenia“, sagt eine deutsche Entwicklungsexpertin, bevor sie in die Maschine nach Brüssel steigt. Alle westlichen Ausländer, die es können, verlassen Kamerun. … Weiter unter http://www.tagesspiegel.de/politik/international/afrika/Gewaltaktionen-Kenia;art1287,2487297
Spielfilmpremiere: "HÖLLE HAMBURG"
29.02.07 (Hamburg) Vor ungefähr zwei Jahren wurden für den Spielfilm HÖLLE HAMBURG in Hamburg-Waltershof in der DSM-Station "Duckdalben" Interviews mit Seeleuten gemacht. Der Film ist jetzt endlich fertig und kommt in die Kinos
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- 06.3. |
Hamburg |
21:30h Premiere: 3001-Kino, danach im Programm bis 26.3. |
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- 12.3. |
Weimar |
Lichthaus Kino |
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- 13.3. |
Karlsruhe |
Badischer Kunstverein: im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Pop! Goes the Weasel", 20:00h |
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- 19.3. |
Berlin |
Arsenal 21:00 |
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- 20.3. |
Berlin |
Babylon 20:00 |
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- 21.3. |
Rostock |
MS Stubnitz, 20:30h |
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- 25.3. |
Berlin |
Arsenal, 19:00h |
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außerdem: 29.2. Release des Soundtracks "Hölle Hamburg" weitere Infos unter http://www.hoellehamburg.org |
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Download d. Bilddatei d. Plakats für Veröffentlichungen unter: DSM-Plakat-Weltkonferenz.pdf
2. März 2008 Sonntag der Seefahrt in Cuxhaven
...der Gottesdienst rund
um Seeleute und Seefahrt
9.30 Uhr
St. Petri-Kirche
Arno-Pötzsch-Platz
St.Petri-Gemeinde
und die
Deutsche Seemannsmission
Cuxhaven
Download: Einladung_zum_Sonntag_der_Seefahrt_2008_Cuxhaven.pdf
Lage in Douala/Kamerun unübersichtlich
Notquartier in DSM-Station eingerichtet
26.02.08 (Douala/Kamerun) Wie der örtliche Stationsleiter der Deutschen Seemannsmission (DSM), Manfred Kühle heute meldet, wurde die erste Nacht nach der gestern erfolgten vorübergehenden Schließung des Seemannsheims gut überstanden. Auf Grund von Straßenschlachten in der Hafenstadt war die Schließung des Seemannsheims für den Normalbetrieb notwendig geworden. Dazu gehörten die Einstellung der Bordbesuche und die Einrichtung von Notübernachtungen. "Die letzten Gäste sind um drei Uhr morgens mit Polizeibegleitung bei uns eingetroffen", so Kühle. Da es in den Außenquartieren auch noch gestern Nacht und heute Morgen "Blockaden" gegeben habe, sei die Stadt auch heute von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, wenn man vom Seeweg absehe. "Die Anzahl der Toten in der Stadt ist noch nicht überschaubar, da die Nachrichten widersprüchlich sind. Wir stehen im ständigen Austausch mit der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Yaoundé und wir, als auch unsere Gäste, fühlen uns sicher. Gestern haben rund 50 Personen hier übernachtet. Heute erwarten wir weitere Gäste aus der Stadt, denen die Lebensmittel ausgehen bzw. die uns zu Fuß erreichen können", so der leitende Mitarbeiter weiter.
DSM-Generalsekretär Pastor Hero Feenders, der von der deutschen Geschäftsstelle in Bremen aus Kontakt zu Diakon Kühle hält, sagte im Namen des Vorstands der Deutschen Seemannsmission e.V. (DSM): "Mit Aufmerksamkeit und Sorge verfolgen wir die Entwicklung in Kamerun und speziell in Douala". Er begrüße den außerordentlichen Einsatz des Ehepaars Kühle und der Mitarbeitenden, um in dieser unübersichtlichen Lage den Menschen einen Ort der Sicherheit und Verlässlichkeit zu bieten. Allerdings sei er auch besorgt, ob es gelänge, Übergriffe auf das Seemannsheim zu vermeiden. "Unsere Fürbitte gilt unseren Vertretern in Kamerun, der Evangelischen Kirche Kameruns (EEC) und den Menschen im ganzen Land", betonte Feenders.
Tote bei Strassenschlachten in Douala/Kamerun
DSM Station vorübergehend geschlossen
25.02.08 (Douala/Kamerun) Wie der leitende Mitarbeiter, der Deutschen Seemannsmission (DSM), Manfred Kühle heute meldet, gibt es seit Samstag 23.02.08 zum Teil schwere Auseinandersetzungen in einigen Landesteilen, vor allem aber in der Hafenstadt Douala. Bereits am Samstag gab es mehrere Tote nach Straßenschlachten mit der Polizei. Diese waren aus ursprünglichen Protesten gegen den Präsidenten Paul Biya entstanden, der nach 25 Jahren Regierungszeit mittels einer Verfassungsänderung nochmals zur Wahl antreten will. Für heute war ein Generalstreik angekündigt, der sich gegen die drastische Erhöhung von Lebensmittel- und Treibstoffpreisen richtet. Am stärksten betroffen sollen laut lokalen Berichten einige Außenquartiere Doualas sein. Dort gab es angeblich mehrere Tote und Zerstörungen, insbesondere wegen des drastischen Vorgehens der örtlichen Sicherheitskräfte. Vor wenigen Stunden haben die Gewaltausbrüche auch den in Hafennähe gelegenen Stadtteil Akwa erreicht, in dem sich auch die DSM-Station "Foyer du Marin" befindet. "Nachdem unser Bäcker, der uns noch am Morgen beliefern konnte, vor einer Stunde geplündert wurde, haben wir uns entschlossen, das Foyer vorübergehend zu schließen", berichtet Kühle. "Wahrscheinlich können die Mitarbeiter, die am Morgen erschienen sind, heute Abend nicht nach Hause und es sieht so aus, das wir auch für unsere Hausgäste Notquartiere einrichten müssen", so Kühle weiter. "Wahrscheinlich werden wir heute unseren Abholdienst für die Seeleute nicht durchführen da sie auf den Schiffen relativ sicher sind". Kühle hofft, dass auf Grund der guten nachbarschaftlichen Verbindungen der DSM keine direkte Gefahr droht. "Unsere Einschätzung ist jedoch, dass wenn die Auseinandersetzungen morgen weiter gehen, es nicht so schnell zu stoppen ist. Wir Haben Lebensmittel und Getränke für knapp eine Woche eingelagert" meint der Stationsleiter.
Piräus kalt erwischt!
Schneeberge auf dem Balkon der DSM
20.02.08 (Piräus/Athen) Je weiter man nach Süden kommt, desto wärmer - so kann man im Allgemeinen in Europa sagen. Jedoch die Minusgrade, die Griechenland am letzten Wochenende heimsuchten, stellten das gewohnte Bild auf den Kopf.
Statt flirrenderHitze liegt zentimeterhoch Schnee auf der Akropolis. Im ganzen Land gibt es Probleme und Schäden an Strom- bzw. Wasserleitungen. Ob die Kabel und Rohre der Station der Deutschen Seemannsmission (DSM) in Piräus etwas abbekommen haben, muss die Leiterin Reinhild Dehning noch prüfen, sobald es taut. Dagegen ist bereits heute für sie klar "In der Natur ist echt der Wurm drin. Jahrzehntelang war so etwas nur eine Ausnahmesituation. Jetzt ist es schon das zweite Mal, seit ich hier in Griechenland bin. Donnerstag gleich zwei Erdbeben mit etwa 6,5 auf der Richterskala und dann am Wochenende Schnee" (Foto), so R. Dehning. Das Chaos (Anm. Griechisch) nimmt sie hingegen mit Humor: "Hier wird es nie langweilig. Das ist gut"
Vizekanzler Steinmeier im Dialog mit DSM
13.02.08 (Lomé/Togo) Die Delegation "Entwicklungszusammenarbeit" von Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier war bei ihrem Lomé- Aufenthalt vom 10. bis 12. Februar 2008 zu Gast im "Foyer des Marins" der Deutschen Seemannsmission (DSM). Die Diplomaten hatten nicht nur ein Nachtquartier im Seemannsheim: Stationsleiterin, Pastorin Heike Proske, leitete auch die Delegation durch ihr Programm, fungierte als Dolmetscherin und war eine gefragte Gesprächspartnerin.
Pastorin Proske und Mitarbeitende der Deutschen Botschaft begrüßten am späten Sonntagabend den direkt vom Endspiel des Afrika- Cups im Nachbarland Ghana kommenden Vizekanzler und seine 90 Mitreisenden am Flughafen. Am Montagmorgen begleitete die Seemannspastorin den Bundesaußenminister und seine Delegation zum Staatspräsidenten Faure Gnassingbé. Es folgte ein Besuch beim neuen Minister für Kooperation und beim Minister für Sicherheit und Zivilschutz und am Nachmittag die Einweihung eines Krankenhauses und ein Besuch bei einer Einrichtung zum Schutz der Menschenrechte. Zur Delegation gehörten auch der Bevollmächtigte des Rates der Ev. Kirche (EKD) bei der Bundesregierung und der EU, Prälat Dr. Stephan Reimers, sowie Vertreter des Technischen Hilfswerks (THW) und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit(GTZ). Im Anschluss an das Politikertreffen gab es lange und gute Gespräche der DSM-Stationsleiterin Pastorin Heike Proske mit dem Bundesaußenminister und mit dem EKD-Bevollmächtigten Prälat Dr. Stephan Reimers.
DSM-Crew unterstützt Diplomaten
Steinmeier-Delegation zu Gast in DSM-Station Lomé (Togo)
08.02.08 Eine Delegation des Deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier ist bei ihrem Lomé-Aufenthalt vom 10. bis 12. Februar 2008 zu Gast im "Foyer des Marins", einer Hafenstation der Deutschen Seemannsmission (DSM) in Togo. Die Stationsleiterin, Pastorin Heike Proske, bietet nicht nur einer Delegation im zugehörigen Seemannsheim ein Nachtquartier, sondernleitet auch die Delegation für "Entwicklungszusammenarbeit" durch ihr Programm. Sie fungiert zudem als Dolmetscherin.
Die 17 Auslandstationen der Deutschen Seemannsmission in den jeweiligen Ländern sind oft die einzige Anlaufstation für Deutsche und Seeleute aller Nationalitäten. Daher ist ein vertrauensvoller Kontakt, zu den Deutschen Botschaften vor Ort, ein wichtiger Teil der DSM-Auslands-Arbeit. Umgekehrt verlassen sich weltweit Diplomaten auf die DSM-Mitarbeitenden. Ihre Kenntnis von Kultur und Umgebung, die Kontakte zur lokalen Bevölkerung sind oft Gold wert und die Infrastruktur in den Stationen wird gerne genutzt.
So empfangen Frau Proske und Mitarbeitende der Deutschen Botschaft am späten Sonntagabend den Vizekanzler und ca. 90 Mitreisende am Flughafen. Diese kommen direkt vom Endspiel des Afrika-Cups im Nachbarland Ghana.
Einige checken im Seemannsheim mit Strandhotelatmosphäre ein. Am Montagmorgen begleitet die DSM-Pastorin die Delegation für Zusammenarbeit und Entwicklung zum Staatspräsidenten Faure Gnassingbé. Auch bei dem neuen Minister für Kooperation und beim Minister für Sicherheit und Zivilschutz wird die besondere Reisegruppe erwartet. Zu den Mitreisenden gehört unter anderem der Bevollmächtigte des Rates der Ev. Kirche (EKD) bei BRD und EU, Prälat Dr. Stephan Reimers, sowie je ein Vertreter von THW und GTZ.
Des Weiteren stehen noch die Einweihung eines Krankenhauses und der Halt bei einer Einrichtung zum Schutz der Menschenrechte auf dem Nachmittagsprogramm. Anschließend sind alle zum abendlichen Empfang in der deutschen Botschaft geladen. Der letzte "drink" des Abends kann dann an der Poolbar des Seemannsheims genommen werden, bevor sich die deutschen Gäste etwas Nachtruhe gönnen, um am Dienstagmorgen nach Burkina Faso weiter zu fliegen.
Auswirkungen der langjährigen Embargopolitik sind in dem westafrikanischen Land überall bemerkbar. Nicht nur die DSM, sondern alle Bürger Togos haben z.B. anhaltend mit Stromausfällen zu kämpfen. Daher sind an die Gespräche, zwischen den Vertretern beider Länder, hohe Erwartungen geknüpft: "Viele Menschen in Lomé erhoffen sich von dem erstem Besuch eines Deutschen Bundesministers eine Wiederaufnahme der bilateralen Beziehungen und eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland", sagt Heike Proske, die leitende Mitarbeiterin der DSM.
Auch für die Mitarbeiter der DSM steht Mitte des Jahres eine Auslandreise an, denn vom 28. Mai bis 1. Juni 2008 findet in Bremen, Rastede und Oldenburg die Weltkonferenz der Deutschen Seemannsmission e.V. statt. Unter der Schirmherrschaft von Günter Verheugen und dem Motto "Mission: Seemann" werden Aus- und Inlandsmitarbeiter, zusammen mit Vertretern aus Kirche und Gesellschaft, die aktuelle Situation der Seeleute beleuchten.
Fair treatment for seafarers following maritime accidents
01.02.08 The International Transport Workers' Federation (ITF), the International Shipping Federation (ISF) and the International Chamber of Shipping (ICS) have joined forces in a new initiative to help protect seafarers involved in maritime accidents. The three
organisations, which represent maritime employers and trade unions worldwide, announced today in London that they have united to support and promote the IMO and ILO Guidelines on the Fair Treatment of Seafarers In The Event Of A Maritime Accident.
As part of the campaign the three organisations are distributing posters (supported by websites and leaflets) worldwide to show seafarers how the Guidelines can help protect them. They are also encouraging their members - national shipowners' associations belonging to the ISF and ICS, and seafarers' unions affiliated to the ITF - to approach their governments in order to promote the Guidelines and to monitor how effectively they are being implemented.
ISF/ICS Secretary General, Tony Mason explained: "As responsible employers, we believe its is very important that the IMO/ILO Guidelines, which represent the internationally accepted minimum standard for the fair treatment of seafarers by investigating authorities, are indeed implemented in practice by governments. Seafarers must be treated with dignity and respect, and given access to independent legal representation in situations where they may be interviewed or held following an accident at sea."
ITF General Secretary, David Cockroft, remarked: "The knee-jerk scapegoating of seafarers following accidents at sea is a growing concern to us all. In recent years the response of too many national authorities has been to reach for the handcuffs first and find out what actually happened last.
"Incidents like these prove how vital the Guidelines are. I'm proud to say that the ITF and ISF in their capacity as ILO 'social partners', with support from ICS and other industry organisations, helped to develop these Guidelines, which were the product of tripartite negotiations with governments prior to their agreement by IMO and ILO."
Speaking at a press conference to launch the joint effort the two men displayed the Maritime Accidents. Seafarers – Be Aware! posters that the organisations are distributing for use on ships, in seafarers' missions and in other locations around the world. These can also be downloaded from either http://www.marisec.org/fairtreatment or http://www.itfglobal.org/fairtreatment, where the IMO/ILO Guidelines also appear in full.
Begeisterung fuer Afrika-Cup in DSM-Stationen Togo/Kamerun
DFL ärgere Dich nicht!
Begeisterung für den Afrika-Cup in Stationen der Deutschen Seemannsmission (DSM) in Togo und Kamerun.
01.02.08 Acht Clubs der deutschen Fußball-Bundesligen (DFL) haben einen oder mehrere Spieler zur Teilnahme am Afrika-Cup abgeordnet. Für betroffene Vereine, wie z.B. Werder Bremen mit Boubacar Sanogo, bedeutet dies einen Verzicht auf wichtige Spieler zum Rückrundenstart. Das machte insbesondere die Vereinsführungen "nicht glücklich", so Werders sportlicher Direktor Klaus Allofs.
Die Bedeutung afrikanischer Bundesligaspieler für die Teilnehmermannschaften und -länder des Afrika-Cups ist jedoch nicht zu unterschätzen. Wenn hiesige Proficlubs ohne einige Stars auskommen müssen, kann dies auch als besondere Form der Hilfe zur Selbsthilfe für den afrikanischen Kontinent verstanden werden. Der afrikanische Nationen-Pokal mache die Menschen glücklich und zugleich profitiere die Wirtschaft davon, meint der leitende Organisator des Turniers und ehemalige Bundesligaprofi Anthony Baffoe.
Über Ghanas Zwei-Millionen-Metropole Accra hinaus hat sich eine Welle der Begeisterung in die Nachbarländer ausgebreitet. Auch Gäste und Mitarbeiter zweier Stationen der Deutschen Seemannsmission (DSM) im mittleren Afrika wurden vom Fußballfieber infiziert. Zu jedem Spiel versammeln sich z.B. in der Hafenstadt Lomé im benachbarten Togo mehrere Dutzend Zuschauer im "Foyer des Marins". Wie Heike Proske, die Stationsleiterin des Seemannsheims mit angeschlossenem Club lächelnd erzählt, werden die Begegnungen auf einem Großbildschirm "sitzend, stehend oder tanzend" verfolgt.
Im gute 1.100 km Luftlinie von Accra entfernten Douala (Kamerun), Afrikas Schifffahrts- drehscheibe, ist das Bild ähnlich. Die Mannschaft von Kamerun ist noch im Rennen um den Titel. Dort ist man froh, dass Nationalspieler Thimothee Atouba, Abwehrspieler beim Hamburger S.V. und der Bochumer Joel Epalle zur Unterstützung des Teams von den deutschen Vereinen freigestellt wurden. Aber auch andere Nationen werden von fußball- verrückten Seeleuten angefeuert, denn die jährlichen ca. 30.000 Besucher der Station sind so international, wie die Mannschaften auf den Schiffen vor der Küste Afrikas. Gäste aus allen Erdteilen werden ohne Frage nach Staats- oder Religionszugehörigkeit aufgenommen. Daher kann es sein, dass nach den Spielen "einige die Wunden lecken und andere eine Flasche auf den Sieg trinken", sagt Manfred Kühle, Seemannsdiakon und Stationsleiter in Douala.
Das "Publick-Viewing" des Afrika-Cups ist ein Beispiel dafür, wie weltweit in Heimen und Clubs der DSM auch für persönliche Interessen von Seeleuten eingetreten wird. So sind zusätzlich zu Unterkunft, Bereitstellung von Dingen des alltäglichen Bedarfs, Kontakt- möglichkeiten zur Familie in der Heimat und Seelsorge auch die kulturellen Bedürfnisse der Seeleute ein Teil der Arbeit.
Die 17 Auslandstationen der Deutschen Seemannsmission sind oft Anlaufstationen für Deutsche und andere Seeleute in den jeweiligen Ländern. Daher sind häufige Kontakte zu den Botschaften der Normalfall. Für das "Foyer des Marins" in Togo ist es dennoch etwas besonderes, wenn die Delegation des Deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier vom 10. bis 12. Februar dieses Jahres auch dort Quartier nimmt.
Die fußballbegeisterten Mitarbeiter der Stationen können ggf. die Euro 2008 hautnah miterleben. Kurz vor EM-Beginn im Juni findet vom 28. Mai bis 1. Juni 2008 in Bremen, Rastede und Oldenburg die Weltkonferenz der Deutschen Seemannsmission e.V. statt. Unter der Schirmherrschaft von Günter Verheugen und dem Motto "Mission: Seemann" werden Aus- und Inlandsmitarbeiter, zusammen mit Vertretern aus Kirche und Gesellschaft, die aktuelle Situation der Seeleute beleuchten.
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