Das Echo der Migration
Wie Auslandsmigration die Gesellschaften im globalen Süden verändert

Niklas Reese / Judith Welkmann (Hg.)

Vorsichtigen Schätzungen zufolge gibt es etwa eine Milliarde Migranten in der Welt. Der weitaus größte Teil von ihnen migriert im eigenen Land oder von einem Entwicklungsland in ein anderes. Weniger als 70 Millionen sind in ein entwickeltes Land gezogen. Dieser Sammelband analysiert am Beispiel von Ländern in Südostasien und Lateinamerika, wie sich Auslandsmigration auf Gesellschaften im globalen Süden auswirkt. Wie kommen Menschen mit einem Leben „zwischen den Welten“ zurecht? Warum überhaupt entscheiden sich Menschen zu migrieren? Wie organisieren sich Familien neu, wenn einzelne Mitglieder fortziehen? Wie verändern sich die Geschlechterverhältnisse? Trägt Migration zur Demokratisierung der Herkunftsländer bei oder schwächt sie vielmehr die politische Organisation?

Die Texte eignen sich als Einstieg in das Thema Migration. Der Sammelband ist für die Bildungsarbeit, für Aktionsgruppen und für entwicklungspolitisch Interessierte im Allgemeinen geeignet.

In dem Buch "Das Echo der Migration" hat Seemannsdiakon Ernst-Otto Oberstech (Stade-Büttzfleth) einen Beitrag über philippinische Seeleute verfasst, die weltweit mit rund 260 000 Personen die größte Nationalitätengruppe unter den Seeleuten stellen. Überhaupt gelten die Philippinen als der größte Arbeitskräftelierant, rund 10 MIllionen Filipinos arbeiten im Ausland, vorwiegend in den arabischen Ländern, USA, Kanada, Afrika sowie in Hongkong und Singapur.

Ernst-Otto Oberstech beschreibt die Entwicklung der Philippinen zur "Seefahrernation", zeigt aber auch die Probleme der Seeleute und deren Familien auf, die von der Regierung kaum unterstützt werden,

ISBN 9783895022944 
Preis: €19,90
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Die Deutsche Seemannsmission (DSM) hat unter dem Namen
"Piraten : Bedrohung auf See"
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„Mach doch deinen Kram alleine!“ So rufen wir frustriert, wenn unsere Arbeit wieder mal zu schnell kritisiert wurde, wenn die Sticheleien der Besserwisser über das erträgliche Maß
hinausgehen. Eine Rangelei an Bord, ein Missverständnis, eine aufgebrummte Schicht: es gibt genug Gründe, um sich erniedrigt zu fühlen. Oft sind’s Vorurteile, die einen verletzen.

„Alles hinschmeißen!“. Denkt man zuerst. Aber es ist vielleicht besser, noch mal nachzudenken. Menschen urteilen nach dem Anschein, oft nach dem eigenen Vorteil – oder nach der eigenen
Laune. Wir lassen uns alle manchmal verleiten, nur dann die wahre Antwort zu geben, wenn kein Nachteil zu erwarten ist. Meist halten wir lieber den Mund, anstatt etwas zu riskieren. Jesus war da anders. Ob das geschickt von ihm war? Oft genug ist er aufgefallen; mit unangebrachten Sprüchen, mit Zurechtweisungen seiner Gegner. Das waren Leute, die scheinbar alles wussten. Auch in unserem Fall. Sie wollten ihn
wieder mit ihren Regeln und Gesetzen klein kriegen, vor allem in der Religion. Eigentlich ging es nur darum, wie Jesus sich selbst einschätzte, was er von sich hielt. Sie fanden ihn zu selbstbewusst. Und das haben sie ihm dann vorgeworfen. Vorurteil. „Ihr urteilt, wie Menschen urteilen.“

Jesus hält davon Abstand. Er will keine Richtschnur, keine Meinung von anderen, um seine Sicht der Dinge zu behaupten. Er widmet sich ganz der großen Aufgabe, „Güte“ unter den
Menschen zu wecken. Gottes Güte.

Eine Qualität, die über Menschenurteil hinausgeht. Er weiß, dass das immer verdächtig sein wird, weil es frei und unabhängig macht. Und gerade darum rät er seinen Leuten, auf ihr
Recht haben zu verzichten. Und sie glauben ihm, weil er selbst es tut. Er verhilft den Unterlegenen zu ihrer Position, baut die Frustrierten auf, lässt die Menschen merken, dass sie mit
ihren Geschäften weiter kommen, wenn sie sich etwas mehr zurück nehmen. Weniger urteilen, mehr wertschätzen. So könnte man das zusammenfassen. Jesus lässt die Güte in seinem Leben das Bestimmende sein, weil er uns nicht klein kriegen will, sondern in die Freiheit führen.

Holger Milkau
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Foto rechts: Dirk Obermann (Bremerhaven)

Festmachen 2010 - Juli
Jesus Christus spricht:
Ihr urteilt, wie Menschen urteilen,ich urteile über keinen.

Joh 8,15
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