lehave fruehstueckDSM Le Havre

Frühstück auf typisch Französisch…

Gibt es für Seeleute seit nun zweieinhalb Wochen im Hafen von Le Havre.

Diese leckere Aufmerksamkeit werden dank einer Idee des Präsidenten des Seemannsclubs Le Havre Benoit SAGOT und dem Propellerclub in Kooperation mit der Deutschen Seemannsmission und Stella Maris realisiert. Was da wohl drin ist in den Tüten? Baguettes, Croissants und leckere französische Konfitüre für die gesamte Crew. Warum? Wir wollen den Seeleuten danken, dass sie immer noch unser konsumreiches Leben aufrechterhalten und durcharbeiten, auch wenn Landgänge für die meisten seit fast einem Jahr nahezu unmöglich sind. Die Seeleute freuen sich im Allgemeinen über die süßen kalorienreichen Köstlichkeiten und erfahren so, dass wir immer noch für sie da sind.

Der Club ist offen, wir machen weiterhin täglich Schiffbesuche, shuttlen und Lieferungen sind möglich trotz des erneuten Lockdowns, denn die Seeleute gehören zu den lebensnotwendigen Arbeitern und damit unsere Arbeit, die ihr Wohlbefinden unterstützt auch.

Na denn: Bon app!

Fotos: DSM Le Havre
 
 

Schifffahrt international - DSM Nordkirche

Einmal Hamburg und zurück: Kiribatische Seeleute auf Corona-Odyssee

Matthias Ristau, Seemannspastor der Nordkirche, und Monica Döring von der katholischen Seemannsmission kümmern sich mit weiteren Kolleginnen und Kollegen um die Gestrandeten. Grundsätzlich haben sie Verständnis für den Willen der Regierung, den kleinen Inselstaat in der Südsee mit seinen knapp 120.000 Einwohnern als eines der letzten Länder weltweit coronafrei zu halten. Denn Kiribati mit der Hauptstadt South Tarawa zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten sind nach Angaben des Auswärtigen Amts begrenzt. Notfälle müssten oft rund 4000 Kilometer weit nach Neuseeland oder Australien geflogen werden.

Für die Seeleute hat das Vorgehen der Regierung aber gravierende Folgen. Denn anders als die meisten der weltweit bis zu 500.000 zeitweise irgendwo festsitzenden Seeleute waren sie plötzlich alle heimatlos, wussten nicht wohin. «Denn wenn das Heimatland sie nicht haben will, dann will sie auch kein anderer haben», sagt Pastor Ristau. Weiter auf den Schiffen bleiben konnten sie aber auch nicht. «Die sind völlig am Ende. Es ist furchtbar», sagt Pastor Ristau. Sie seien so erschöpft. Die psychische und physische Verfassung der Seeleute nach bis zu 20 Monaten an Bord sei so desolat, dass sie nicht noch hätten weiterarbeiten können. Noch dazu ohne Landgang, der ihnen teilweise verwehrt worden sei.

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United 4 Rescue

news seawatch4Rettungsschiff Sea-Watch 4 ist frei
363 Gerettete an Bord der Sea-Watch 3 warten auf sicheren Hafen

Italienische Behörden hatten das Rettungsschiff Sea-Watch 4 nach einer Hafenstaatkontrolle am 19.09.2020 unter fadenscheinigen Gründen festgesetzt. Am heutigen Dienstag hat das  Verwaltungsgericht in Palermo die Festsetzung der Sea-Watch 4 vorläufig aufgehoben. Das Rettungsschiff Sea-Watch 3 wartet derweil mit 363 Geretteten an Bord vor Sizilien weiter auf die Zuweisung eines sicheren Hafens.

Als Gründe für die Festsetzung der Sea-Watch 4 im September nannten die italienischen Behörden nach einer elf Stunden dauernden Inspektion unter anderem, dass das Schiff zu viele Rettungswesten an Bord habe, sowie dass das Abwassersystem nicht für die Anzahl möglicher geretteten Personen ausgelegt sei. Tatsächlich bestätigten die deutschen Behörden Sea-Watch wiederholt, dass die Sea-Watch 4 alle Sicherheitsvorgaben des deutschen Flaggenstaates erfüllt. Bereits Ende Dezember hatte das regionale Verwaltungsgericht Palermo den Fall an den Europäischen Gerichtshof verwiesen, der die generelle Rechtmäßigkeit der Anwendung der europäischen Richtlinie zur Hafenstaatkontrolle auf humanitäre Schiffe prüfen soll. In seinem heutigen Urteil hat das Verwaltungsgericht bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs die Festsetzung vorläufig aufgehoben. Die Richterin stellte klar, dass die Sicherheit der Schiffe auch im Falle von Notsituationen durch den Flaggenstaat und den Schiffskapitän gewährleistet ist. Sie betonte zudem, dass – in jedem Fall – der Transport von geretteten Personen an Bord auf die Zeit beschränkt ist, die für ihre Anlandung an einem sicheren Ort unbedingt erforderlich ist. Somit werden unsere beiden Schiffe – die Sea-Watch 4 als auch die Sea-Watch 3 – wieder im zentralen Mittelmeer operieren können.

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DSM Altona

Die Seemannsmission Altona

Sendung: Hamburger Hafenkonzert | 07.03.2021 | 06:00 Uhr | Kerstin von von Stuermer

44 Min Gespräch | Verfügbar bis 07.03.2022

Gelebte Nächstenliebe: Im Hamburger Hafenkonzert berichtet Diakon Fiete Sturm von seiner Arbeit in der Seemannsmission Altona.

Das Gespräch auf NDR.de anhören
 
 

DSM Cuxhaven

Sonntag der Seefahrt 2021

Corona macht alles anders. Im letzten Jahr feierte Cuxhaven am ersten Sonntag im März noch den traditionellen "Sonntag der Seefahrt". In diesem Jahr ist das leider nicht möglich.  Alle Beteiligten bedauern das sehr und hoffen auf das nächste Jahr.

Um den Tag aber nicht einfach so verstreichen zu lassen haben Pastor Christ aus der St.Petri-Gemeinde, Herr Rothe der nun ehemalige Leiter der Seefahrtsschule und Martin Struwe einen kleinen Film gedreht, um diesen besonderen Tag nicht unbeachtet verstreichen zu lassen.

Wer mag ist herzlich eingeladen den Sonntag der Seefahrt in diesem Jahr ganz anders zu begehen.

Herzliche Grüße von der Deutschen Seemannsmission Cuxhaven und der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri an alle in nah und fern, die sich mit der Seefahrt verbunden fühlen.
  

 

news kiribati seeleuteSchifffahrt international - DSM Nordkirche

Ein relativer Durchbruch: Festsitzende Seeleute dürfen nach Kiribati ausreisen

Nach monatelangem Warten in Hamburg dürfen 170 Seeleute aus dem südpazifischen Inselstaat Kiribati nach Hause reisen. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Wochen sei dies "ein relativer Durchbruch", sagte der Hamburger Reeder Frank Leonhardt am Montag bei einem Treffen mit der evanglischen Bischöfin Kirsten Fehrs und Staatsminister Niels Annen (SPD) aus dem Auswärtigen Amt. Der bislang coronafreie Inselstaat lässt seit Beginn der Pandemie keine Menschen ins Land.

Die Rückreise über Neuseeland und die Fidschi-Insel gestaltet sich den Angaben zufolge allerdings kompliziert. Aufgrund der unterschiedlichen Quarantäne-Bestimmungen rechnet die Reederei mit einer Reisezeit von knapp zwei Monaten. Die meisten der betroffenen Seeleute aus Kiribati leben in der Jugendherberge Hamburg-Horn.

Für eine Handvoll Seeleute soll es diese Woche schon losgehen, weitere 64 sollen in der kommenden Woche folgen, die anderen zu einem späteren Zeitpunkt. Einige von ihnen waren seit knapp zwei Jahren nicht mehr zu Hause, weil sie schon vor der Pandemie monatelang auf See waren. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Rückreise noch scheitern könnte, sagte Reeder Leonhardt. "Es ist eine Berg- und Talfahrt der Gefühle."

Kapitän Tekemau Kiraua, der einzige Kapitän zur See des Inselstaates, zeigte sich dennoch optimistisch. Die Sehnsucht, die eigene Familie wiederzusehen, sei groß. Derzeit laufe die Verbindung meist über Facebook. Einige der Seeleute hätten ihre Babys noch nie auf dem Arm gehabt. Nichtsdestotrotz sei die Betreuung in Hamburg sehr gut. Es sei sehr selten, dass eine so große Gruppe von Seeleuten gemeinsam Aktivitäten unternimmt. Kiraua: "Und wir haben das erste Mal Schnee gesehen." Besorgt zeigte er sich allerdings, ob die Männer künftig noch als Seeleute arbeiten können, wenn die Corona-Regeln auf Kiribati so streng bleiben.

Kontakte zur Regierung von Kiribati herzustellen, sei ausgesprochen schwierig, sagte Staatsminister Annen. Briefe an die Regierung seien unbeantwortet geblieben. Die Verbindung laufe über die deutsche Botschaft in Neuseeland. Die Sorge der kiribatischen Regierung, dass mit den Seeleuten auch das Virus auf die Inseln komme, sei verständlich. Deutschland unterstütze mit der Covax-Initiative weltweit Impfungen, die unter anderem auch Kiribati zugutekommen.

Bischöfin Kirsten Fehrs hatte sich als Schirmherrin der Deutschen Seemannsmission für die Ausreise der Seeleute eingesetzt und bei Reedern und Regierungsstellen auf eine Lösung gedrungen. Zudem hatte sie gemeinsam mit dem katholischen Erzbischof Stefan Heße einen Brief an die Gemeinden auf Kiribati geschrieben, um im gemeinsamen Gebet und mit praktischer Hilfe die Seeleute zu unterstützen.

Quelle: epd
Foto: Martina Platte
  
 

news golf von guineaPiraterie

Unsichere Handelswege Piraten vor Afrikas Küsten

Ein Audiobericht des DLF

Wegen regelmäßiger Piratenangriffe gilt der Golf vor Guinea an der westafrikanischen Küste als das gefährlichste Seegebiet der Welt. Was gegen die Überfälle helfen kann, zeigt die Erfahrung am Horn von Afrika: Vor Somalia, lange der Piratenhotspot, gab es seit 2018 keinen erfolgreichen Angriff mehr.

Von Bettina Rühl und Benjamin Moscovici
Artikel des DLF lesen
 

news kiribati seemannSchifffahrt international - DSM Nordkirche

Hoffnung für festsitzende Kiribati-Seeleute

Für einige der Seeleute aus Kiribati, die seit Oktober in Hamburg festsitzen, gibt es Hoffnung: Ihr Land hat ihnen endlich eine Einreisegenehmigung erteilt. Doch allzu schnell werden sie wohl noch nicht in ein Flugzeug nach Hause steigen.

Hamburg, Berlin (epd). Für 64 von derzeit 139 Seeleuten des pazifischen Inselstaates Kiribati, die seit Monaten in einer Hamburger Jugendherberge leben, gibt es nun endlich eine Erlaubnis ihres Heimatlandes zur Einreise. Das bedeute aber leider noch lange nicht, dass sie bald wieder zu Hause sein werden, sagte der Seemannspastor der Nordkirche, Matthias Ristau, am Mittwoch auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd). Derzeit gebe es kaum Flüge Richtung Fidschi, über das sie einreisen müssten.

Das Auswärtige Amt setzt sich nach Angaben einer Sprecherin derzeit im Austausch mit zuständigen Stellen in Fidschi und Kiribati für die Seeleute ein. Die Männer benötigen demnach für die Heimreise auch eine Einreisegenehmigung für Fidschi, wo sie umsteigen müssen. Nun habe Fidschi gegenüber Kiribati zugesagt, dass zunächst ein Teil der Seeleute einreisen dürften, betonte sie und äußerte die Hoffnung, dass bald eine gestaffelte Ausreise der übrigen Seeleute möglich sein werde.

Ihren Angaben zufolge sind bei den Reedereien in Hamburg rund 550 Seeleute aus Kiribati unter Vertrag. Von diesen warteten 170 darauf, in ihre Heimat ausreisen zu dürfen.

Laut Seemannspastor Ristau müssen die Männer dabei allerdings bis zu drei Mal umsteigen. "Jedes Transitland und jede Fluggesellschaft hat eigene Regeln." Die Bedingungen für einen Corona-Test und dessen Gültigkeit sowie die Papiere seien teils sehr unterschiedlich. "Es kann noch ganz viel schiefgehen", sagte er. Ausgewählt wurden die Männer, die sich am längsten in Hamburg aufhalten. Teilweise waren sie knapp zwei Jahre nicht mehr zu Hause.

Die ganze Situation sei für die Seemänner sehr belastend, da sie schon viele Enttäuschungen erlebt hätten und es viele Unsicherheiten gebe, sagte der Seemannspastor. Seit Oktober kümmert er sich zusammen mit den Hamburger evangelischen Seemannsmissionen und der katholischen Stella Maris um die wachsende Zahl der Seeleute. Auch Bischöfin Kirsten Fehrs hatte sich eingeschaltet und auf das Los der Seeleute aus Kiribati aufmerksam gemacht und bei Reedern und Regierungsstellen auf eine Lösung gedrungen.

Im Januar haben die Seeleute in Hamburg mit einem großen Spanferkel das Inkrafttreten des Atomwaffenverbots-Vertrags gefeiert. Der multilaterale Vertrag verbietet unter anderen die Herstellung, die Weitergabe, den Transfer, die Stationierung von und die Drohung mit Atomwaffen. Im Pazifik gab es über Jahrzehnte hinweg Atomwaffentests.

Kiribati liegt im Pazifik, etwa 6.000 Kilometer nordöstlich von Australien. Die 33 Inseln des Staates erstrecken sich nördlich und südlich des Äquators über eine Distanz, die der Strecke von Norwegen bis Sizilien entspricht. Die reine Landfläche der Inseln Kiribatis hingegen ist kaum größer als die Stadt Hamburg. Bis 1979 war Kiribati britische Kolonie, damals hießen die Inseln Gilbert Islands. Die meisten Bewohner sind Christen.

Quelle: evangelisch.de - Bericht von epd lnh/mey mih
Foto: epd-bild / Philipp Reiss
 
 

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