Denkanstoss

Zu Pfingsten

Für die Freunde*innen von Jesus war die Zeit zwischen Karfreitag und Pfingsten  sehr turbulent. Von der Kreuzigung, dem mehrfachen Erscheinen des Messias nach Ostern bis zur Himmelfahrt eine Phase der  Zerissenheit zwischen Furcht und Hoffnung. Was würde werden? Was sollte sie weiterhin miteinander verbinden? Der Glaube an die – wie auch immer geschehene - Auferstehung Christi? Er blieb und bleibt bis heute das tragende Element unseres Glaubens. Zu Himmelfahrt verspricht Jesus seinen Gefährten*innen in Lukas 24,48: „Ich werde den Heiligen Geist  zu euch herabsenden, den mein Vater euch versprochen hat“. Diese Verheißung geschah zu Pfingsten, wie wir es im 2. Kapitel der Apostelgeschichte lesen können. In diesem Heiligen Geist fanden die Christen der Urgemeinde Zuversicht, Hoffnung und Orientierung miteinander zu leben und zu glauben bis in die heutigen Tage. Glaube, Hoffnung, Zuversicht und Liebe macht diesen Geist aus und damit den Glauben aller Christen. In dem wir uns darum bemühen eben diesen Glauben, bei allem Scheitern und Zweifeln zu leben, versuchen wir ihn in unsere Realität hineinzutragen. Darum wollen wir uns nicht kirre machen lassen in diesen Tagen unter den Umständen von COVID 19 von Verschwörungstheorethikern*innen, sondern leben in der guten Zuversicht und Hoffnung, dass wir diese Zeit kreativ durchstehen.  Wir erleben dabei über uns hinaus mehr Rücksichtnahme untereinender, Verständnis und lernen geduldiges Aushalten, weil wir wissen, dass so gelingen wird, diese Zeit zu bewältigen

Ich möchte Ihnen weiterhin Mut dazu machen und wünschen Ihnen den Geist von Pfingsten dazu, dem Tag der auch als der Geburtstag der Kirche gefeiert wird. Freuen wir uns auf das Feiern trotz und gegen  aller Widrigkeiten.

Diakon Folkert Janssen, Rostock
 
 

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Evangelische Gemeinde Büderich : Die Niederrheiner und die Nordsee

Die Evangelische Kirchengemeinde Büderich und die Seemannsmission Cuxhaven führen seit 28 Jahren einen engen Austausch. Für Pfarrer Wilfried Pahlke bedeutet diese Partnerschaft, dass Kirche nicht nur vor Ort in der Gemeinde sein muss.

Besonders jetzt in der Corona-Krise gehören Seefahrer für Pahlke zu den Menschen, die mit ihrer Arbeit Besonderes leisten und in systemrelevanten Berufen arbeiten. Denn 90 Prozent aller Exporte und Importe gehen über den Seeweg. „Ohne die Seefahrt würden jetzt in der Corona-Krise viele Lebensmittel nicht da sein. Leider werden die Seefahrer immer vergessen“, sagt Pahlke.

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Konzert-Schiffsreise durch den Hamburger Hafen

Die Seeleute auf ihren Schiffen im Hamburger Hafen haben normalerweise wenig Abwechlsung. Am Sonntag gab es Musik - von der deutschen Seemannsmission.

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duckdalben hilla coronaDSM Duckdalben

Seeleute in der Corona-Krise: In Blechbüchsen auf See eingesperrt

Die Männer und Frauen auf den Container- und Massengutschiffen sind während der Coronapandemie an Bord kaserniert – und das auf unbestimmte Zeit.

Jörn Hille winkt dem wachhabenden ­Matrosen, dem Watchman, an der Gangway zu. Der mustert seine signalgelbe Weste mit dem Emblem der Deutschen Seemannsmission, lächelt erfreut und gibt ihm mit einem Winken das Okay, an Bord des Massengutfrachters kommen zu dürfen. Hille streift Maske und Handschuhe über, schultert den Rucksack und stapft die wacklige Gangway hoch.

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Für Seeleute essenziell: Telefonkartenverkauf an Bord  •  Foto: Knut Henke
 
 

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Seemannsmission organisiert Hafen-Konzerte

Für die Seeleute im Hamburger Hafen organisiert der Seemannsclub Duckdalben am Sonntag, 24. Mai eine kleine Konzertreihe.

Zwischen 11.30 und 13.30 Uhr fährt ein Fahrgastschiff mit den irischen Musikern Dara McNamara und Stephen Kavanagh zu den Schiffen, kündigte der Seemannsclub Duckdalben an. Die "Corona Port Concerts" werden vom Duckdalben auch über Youtube, Facebook und Instagram live gestreamt. Es sei eine Geste für die Seeleute, sagte Clubleiter Jan Oltmanns. "Wir haben Euch nicht vergessen und wissen, wie wichtig eure Arbeit ist."

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Seeschifffahrt

Gemeinsame Spendenaktion für Seeleute

VDR und ver.di spenden Handy-Guthabenkarten und Wifi-Boxen an Seeleute in deutschen Seehäfen

Übergabe im Seemannsclub DUCKDALBEN am 15. Mai 2020

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) machen mit einer gemeinsamen Spendenaktion auf die besondere Situation von Seeleuten aufmerksam, die die Corona-Krise außerplanmäßig auf Schiffen fest- und von Familien fernhält: Sie spenden 400 Handy-Guthabenkarten im Wert von 10.000 Euro, dazu 25 Wifi-Boxen in einem Gesamtwert von 18.600 Euro für den Einsatz auf Schiffen während ihrer Liegezeit im Hafen.

Die Guthabenkarten sowie die Wifi-Boxen werden am 15. Mai 2020 im Seemannsclub DUCKDALBEN im Hamburger Hafen übergeben. Vertreter der Seemannsmission reichen die Kommunikationshilfen weiter an Seeleute, deren Schiffe in den Häfen festliegen.

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Alfred Hartmann, Präsident des VDR: „Das Problem wird immer drängender. Wir riskieren die Gesundheit der Männer und Frauen an Bord, damit die Sicherheit der Schiffe – und letztlich sind auch die Logistikketten über See in Gefahr. Zu Tausenden leisten die Seefahrer gerade jetzt einen ungemein wichtigen Dienst, mit enormem Einsatz und gegen alle Widrigkeiten. Sie sorgen dafür, dass in Deutschland, in Europa und anderswo Güter aller Art ihren Hafen erreichen, dass die Regale im Supermarkt gefüllt sind und dass Medikamente und Schutzkleidung zu uns kommen. Deswegen möchten wir ihnen, wenn sie schon nicht selbst daheim sein können, dabei helfen, mit Familien und Freunden in Kontakt zu bleiben.“

Die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie betreffen gerade Seeleute. Während an Land immer mehr Restriktionen gelockert werden, sitzen weltweit 150.000 Seefahrer derzeit auf ihren Schiffen fest, darunter etwa 40.000 Philippinos, 20.000 Inder und 25.000 Seefahrer aus der EU, Großbritannien und Norwegen. Die Heimreise in die meisten Herkunftsländer ist weiterhin durch bestehende Einreisebeschränkungen schwierig. So sind die Seeleute gezwungen, zum Teil über 12 Monate, also doppelt so lange wie üblich, an Bord zu bleiben. Diese Zwangslage wird immer mehr zu einer menschlichen Not, da bei immer mehr Seeleuten der Einsatz endet, sie aber keine Ablösung bekommen. Oft erlauben Häfen Seeleuten nicht, von Bord zu gehen.

Maya Schwiegershausen-Güth, Leiterin des internationalen Vertragsbüros der ITF in ver.di, weiß, dass unter diesen Bedingungen, der psychische Druck der Seeleute steigt. „Wenn man über mehrere Monate ohne geschützte Kontaktmöglichkeiten nach außen und ohne festen Boden unter den Füßen den Arbeitsplatz nicht verlassen darf, ist das emotional schwer belastend und kann das Unfallrisiko an Bord erhöhen. Kurzfristig können wir gemeinsam mit unseren Sozialpartnern den Seeleuten mit dieser Aktion in diesen schwierigen Zeiten helfen. Langfristig muss dieses Thema politisch gelöst werden. Seeleute, die wir als systemrelevant erachten, brauchen sichere und kostenfreie Kommunikationsmöglichkeiten sowohl im Hafen als auch auf See.“

Auch Dr. Clara Schlaich, Präsidentin der Deutschen Seemannsmission, begrüßt die gemeinsame Hilfsaktion und sieht darin ein wichtiges Zeichen der Sozialpartner an die Seeleute, denen nun die Kommunikation mit lieben Angehörigen wieder möglich ist. “Wir würdigen ihren enormen Einsatz für die Weltwirtschaft und uns alle, wenn wir den Seeleuten heute ganz praktisch zeigen: Wir vergessen euch in eurer Situation nicht!  Seeleute halten die globale Wirtschaft zusammen. Sie liefern, was andere brauchen und haben auch das Recht auf Kommunikation. Das ist für uns selbstverständlich. Für Seeleute nicht.“

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Großeinsatz auf Kreuzfahrtschiff vor Cuxhaven beendet

Regionalbischof Brandy dankt Mitarbeitenden der Seemannsmission auf „Mein Schiff 3“

Mitte der Woche endete der Großeinsatz der Deutschen Seemannsmission auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“, auf dem sich zunächst 3.000 Mitarbeitende der TUI Cruises am Steubenhöft in Cuxhaven in Quarantäne befanden. Nachdem an Bord Crew-Mitglieder Corona-positiv getestet wurden, hatte das Havariekommando in Cuxhaven die Deutsche Seemannsmission um Unterstützung für die Psycho-Soziale Notfallversorgung (PSNV) der Seeleute gebeten.

In kürzester Zeit wurde unter Koordination des Cuxhavener Seemannsdiakons Martin Struwe, der vom Havariekommando als Fachberater eingesetzt war, ein professionelles Team zusammengestellt. An dem länger als eine Woche dauernden Großeinsatz nahmen Mitarbeitende der Deutschen Seemannsmission aus Cuxhaven, Bremerhaven, Stade und Hamburg sowie weitere Aktive des weltweiten Netzwerks der Deutschen Seemannsmission teil, beispielsweise aus Alexandria und Hong Kong. Weitere PSNV-Experten, auch aus der katholischen Kirche, unterstützten die Arbeit.

„Sie haben eine herausragende Arbeit gemacht, in der sie hohe Professionalität mit menschlicher Zuwendung verbunden haben“, dankte der Stader Regionalbischof Hans Christian Brandy dem Team. „Das war ein segensreiches Beispiel gelebter christlicher Nächstenliebe, die den bedrängten Menschen an Bord sehr geholfen hat.“ Brandy nahm gemeinsam mit dem Leiter des Havariekommandos Hans-Werner Monsees an der Schlussbesprechung des Teams nach dem letzten Einsatz teil. Der Regionalbischof ist Vorsitzender der Deutschen Seemannsmission Hannover, zu der die Station in Cuxhaven gehört, sowie des Ständigen Ausschusses des Dachverbandes der Deutschen Seemannsmission. Er lobte besonders die hervorragende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure. „Ich danke allen, die sich um der vielen Seeleute willen so unbürokratisch zusammengefunden und die Cuxhavener unterstützt haben. Wie gut, dass wir ein so enges Netzwerk in der Deutschen Seemannsmission aufgebaut haben. Auch die gute Zusammenarbeit mit TUI Cruises und dem Havariekommando war wichtig.“

Mit sechs Personen war die Seemannsmission vor Ort, zahlreiche weitere Mitarbeitende unterstützten die Arbeit und sorgten etwa für Nachschub an Telefonkarten. Zunächst hatte das Team, dessen tägliche Einsätze bis zu 15 Stunden dauerten, eine extrem angespannte Situation an Bord vorgefunden. Systematisch wurde dann eine Beratung für die Schiffsführung aufgebaut. Für die Seeleute an Bord sowie für die mit dem Corona-Virus Infizierten im Krankenhaus wurde regelmäßige Betreuung organisiert.

„Dieser Einsatz war eine große Herausforderung für uns und wir sind froh, dass alles so gut gelaufen ist. Wir haben in den letzten Jahren Mitarbeitende für die Psycho-Soziale Notfallversorgung ausgebildet. Das hat sich jetzt bewährt und gezeigt, dass wir mit einem starken Netzwerk für die Menschen an Bord da sind,“ sagt Seemannsdiakon Martin Struwe.

Zahlreiche Besatzungsmitglieder konnten inzwischen das Schiff verlassen und in ihre Heimatländer zurückkehren, die an Bord verbliebenen werden weiter durch die Seemannsmission Cuxhaven und die im Krankenhaus befindlichen Seeleute durch die Seemannsmission Bremerhaven betreut.

Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos, dankte dem Team für seine Arbeit: „Durch Ihren Einsatz hat sich die Lage an Bord entscheidend verbessert.“

Foto (Privat): Hans Christian Brandy (3.v.r), Hans-Werner Monsees (1.v.r) und Martin Struwe (4.v.r) mit dem Team der Seemannsmission, das auf dem Kreuzfahrtschiff “Mein Schiff 3” im Einsatz war
  
 

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