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altona kiribati gestrandetSeefahrt und Corona

Seemann, lass das Träumen

Dutzende Seeleute aus Kiribati sitzen seit Monaten in Hamburg fest. Sie wurden immer wieder getestet, sind negativ, dürfen aber trotzdem nicht nach Hause. Eine Geschichte über die Sehnsucht in Zeiten der Seuche.

Ohne dieses verdammte Virus würden sie jetzt im Pazifik baden, das Wasser warm und klar. Oder zum Angeln rausfahren, zwischen Thunfischen und Haien. Es sind auf ihrem Atoll nur ein paar Schritte bis zum Strand. 30 Grad, Sonne, Wind, gelegentlich ein Schauer, so ist das Wetter dort. „Ich nenne es Paradies“, sagt Tateanna Maneaia aus Tarawa, Republik Kiribati, Ozeanien.

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Text: Peter Burghardt; Fotos: Regina Schmeken
  
 
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altona kiribatiSeefahrt und Corona

Gestrandete Seemänner kommen in Jugendherberge unter

Männer aus Kiribati dürfen wegen der Corona-Pandemie nicht in ihre Heimat. Ein Lichtblick: Ausflüge mit Ehrenamtlichen.

Bericht des "Hamburg Journals" (NDR) vom 07.2021 ansehen

 

 
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weihnachtsbaum schiffWeihnachten

Gedanken zu Weihnachten 2020

„He, Euch ist ein Kind geboren“ ruft Hedwig Herdmann in die Gemeinde des Heiligen Abends hinein und rüttelt damit alle wach.

Mit dieser wunderbaren Nachricht, grüße ich zum Weinachtsfest 2020, dass ein so viel anderes Weihnachtsfest werden wird. Hedwig Herdmann aus der wundersamen Familie Herdmann aus Barbara Robinson „Hilfe die Herdmanns kommen“ steht für mich als das unbefangen kindliche von Weihnachten. Ich stelle mir vor, wie die Augen von Hedwig, der alle das Unmöglichste zutrauten, einfach nur vor Hoffnung glänzten und strahlten und die Menschen in der Gemeinde es eben so auch wahrnehmen konnten

In diesem Jahr, in welchem so viel in Frage steht und in welchem wir aber auch verstehen, was es bedeutet, gemeinsam mit Achtsamkeit und Rücksicht aufeinander bestehen zu können, weil die Hoffnung und der Glaube darin lebendig bleibt.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ ist ein geflügeltes Wort, wenn Situationen unüberschaubar erscheinen, wenn nicht absehbar ist, wie sich etwas entwickeln könnte oder noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind ein Ziel oder eine Lösung zu erreichen. Immerhin, die Hoffnung besteht (noch) , sie wird (noch) nicht aufgegeben. Grund genug einen erneuten Versuch zu wagen?

Die Hoffnung ist für uns Christenmenschen ein sehr wichtiges Element unseres Glaubens. So steht es am Ende des 13. Kapitels des Korintherbriefes: „Am Ende bleiben, Glaube, Liebe Hoffnung…“ Das Wort bleiben bedeutet hier, es hat Bestand, es ist als Wert unvergänglich. Was dann bleibend ist und unvergänglich bleibt kann demnach nicht sterben.

Dafür steht dann eben auch das Kind in der Krippe: Jesus wird es heißen, so wird es Maria verkündet, als sie es im Leibe trägt. Der Name bedeutet „Gott ist die Rettung“ . Damit steht Rettung für mich immer im Zusammenhang mit Hoffnung, ebenso wie mit nahezu jedem Kind, welches in diese Welt geboren wird und mit dem der Glauben an die Hoffnung verbunden wird, dass alles seinen Fortbestand, seine gute Zukunft haben wird auf das was jetzt ist und sich so zum Guten wenden wird. Das macht mich in diesen Tagen froh, gewiß und läßt mich nicht verzagen.

Frohe und friedliche Weihnachten!

Gottes Segen, die besten Wünsche und Wohlergehen für das

kommende Jahr - Ihre Deutsche Seemannsmission
  

 
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brunsbuettel yeomanSeefahrt und Corona - DSM Brunsbüttel

Spendenaufruf zur Unterstützung der Crew auf der "Yeoman Bank"

Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

gestern erreichte mich eine traurige Nachricht: Auf dem Frachter "Yeoman Bank" ist ein Seemann verstorben. Er hatte sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Reanimationsversuche blieben leider erfolglos und auch ein per Hubschrauber an Bord gebrachter Notarzt konnte dem Mann nicht mehr helfen. Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen sowie der gesamten Crew.

Die "Yeoman Bank" wurde vom Havariekommando, einer gemeinsamen Einrichtung des Bundes und der fünf Küstenländer für koordiniertes Unfallmanagement im Bereich der Nord- und Ostsee, nach Brunsbüttel geschickt. Dort liegt das Schiff nun an einem Notliegeplatz im Elbehafen. Die gesamte Besatzung befindet sich auf Anweisung des Kreises Dithmarschen in Quarantäne und darf das Schiff nicht verlassen. Die Besatzung muss sich zwei Coronatests unterziehen. Der erste fiel zum Glück für alle negativ aus. Ein weiterer Test wird nächste Woche folgen.

Zusammen mit meinem Team habe ich mich darum bemüht, der Besatzung pragmatisch zu helfen. Über einen Kran durften wir heute Simkarten aber auch Artikel des täglichen Bedarfs kontaktlos auf das Schiff liefern. Mit Hilfe der Simkarten haben die Seeleute die Chance, mit uns, aber auch ihren Familien Kontakt aufzunehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich ein Herz fassen und uns mit einer Spende unterstützen. Die Seeleute werden es Ihnen danken!

Jetzt online spenden

Bleiben Sie gesund und vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Seemannsdiakon Leon Meier
 
Wenn Sie hier klicken, gelangen Sie zur Berichterstattung des NDR inklusive Videobeitrag.
 

 
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news seeleute coronaSeefahrt und Corona

Verband Deutscher Reeder fordert mehr Unterstützung für Seeleute

Impfpriorität für Seefahrer / UN- und ILO-Resolutionen müssen umgesetzt werden / Crew-Wechsel zu Weihnachten ermöglichen / Bedeutung der Schifffahrt anerkennen

Bestärkt durch zwei Resolutionen der UN und ihrer Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organisation) fordert der Verband Deutsche Reeder (VDR), den Wert der Arbeit von Seeleuten stärker anzuerkennen und sie international als systemrelevant einzustufen. „Die Schifffahrt steht für 90 Prozent des Welthandels. Die Seeleute liefern uns trotz Corona auch in diesem Jahr die Weihnachtsgeschenke und viele Waren, mit denen Weihnachten zu einem besonderen Fest gestaltet werden kann. Es ist deshalb besonders bitter, wenn viele von ihnen infolge der Pandemie selbst nicht an Weihnachten zu Hause bei ihren Familien sein können, weil sie immer noch unter rigiden Reisebeschränkungen leiden“, sagt Alfred Hartmann, Präsident des VDR: „Wir fordern deshalb, dass die Resolutionen von UN und ILO gerade jetzt zu den Feiertagen, aber auch danach konsequent umgesetzt werden und Seefahrer endlich ungehinderter reisen können.“ 

Hartmann unterstrich den aktiven Einsatz der Bundesregierung in der UN-Vollversammlung und in der ILO. Die Vereinten Nationen hatte vergangene Woche auf ihrer Vollversammlung in New York in einer Resolution dem Personal an Bord von Seeschiffen den besonderen Status als „key worker“ zuerkannt. Jetzt folgte die ILO, deren Beschlüsse noch stärker bindend für ihre Mitglieder sind: Die 187 Staaten werden u.a. aufgefordert, kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um Besatzungswechsel zu ermöglichen, etwa Grenzformalitäten zu erleichtern und darüber hinaus die nötigte medizinische Versorgung des Bordpersonals sicher zu stellen. Immer noch warten weltweit schätzungsweise 400.000 Seefahrer auf Schiffen darauf, nach Ende ihres Einsatzes abgelöst zu werden. Weil sie nicht an Land gehen dürfen, Rückflüge fehlen oder ihre Heimatstaaten sie nicht einreisen lassen, bleiben Seeleute teils mehr als ein Jahr unfreiwillig an Bord. 

VDR-Präsident Hartmann forderte zudem, dass Seeleute prioritär behandelt werden, wenn in nächster Zeit Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen. Der VDR hat sich dazu gemeinsam mit seinem Sozialpartner, der Dienstleistungsgesellschaft ver.di, in einem Brief direkt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gewendet. 

„Die mehr als 60.000 Seeleute an Bord von Handelsschiffen in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management leisten einen systemrelevanten Beitrag, indem sie dafür sorgen, dass Deutschland wie andere Staaten auch zuverlässig mit Lebensmitteln, Rohstoffen oder Medikamenten versorgt wird. In all den Monaten der Pandemie ist es zu keinen größeren Lieferengpässen gekommen – das haben wir insbesondere der unermüdlichen Arbeit der Männer und Frauen an Bord zu verdanken“, sagte Hartmann: „Als Beschäftigte in einer systemrelevanten Infrastruktur sollten sie einen bevorzugten Zugang zu einem COVID-19-Impfstoff erhalten. Dies würde auch mithelfen, die dringend benötigten Crew-Wechsel wieder in weitaus größerer Zahl zu ermöglichen.“

Hartmann mahnte abschließend: „Die Pandemie macht uns deutlich, wie wichtig manche Berufe für uns sind, die wir bislang nicht genug wertgeschätzt haben. Das gilt zum Beispiel für das Personal in der Pflege und in Krankenhäusern – aber eben auch für Seefahrer, deren Arbeit auf Schiffen fernab der Küsten unsichtbar scheint, die aber für uns alle unverzichtbar ist. Ohne diese Seeleute würde der globale Handel, wie wir ihn kennen, schlicht und einfach aufhören zu existieren. Sie leisten ihren Dienst mit enormem Einsatz und gegen alle Widrigkeiten und sind deshalb Helden des Alltags.“
 

 
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Denkanstoss

Glaube, Liebe, Hoffnung

Vielfach ist auf den Armen von  Seeleuten ein Tatoo mit Kreuzanker, einem Herz und einem Stück Tau zu sehen. Es steht für Glaube, Liebe, Hoffnung. Ein Fundament des Glaubens von den Menschen an Bord, welches sie benötigen, um auf dem  Meer der Zeiten zu bestehen und im Ausgesetzsein gegenüber den Naturkräften und Klimazonen. Und so fahren sie schon länger als wir denken können als Besatzungen  auf den unterschiedlichsten Schiffen über die Meere von Hafen zu Hafen und auch in unsere Stadt.

Glaube, Liebe Hoffnung aus dem Blickwinkel der unterschiedlichsten Religionen hält sie als Zwangsgemeinschaft an Bord zusammen, getrennt von zu Hause, Familie, Sitten und Gebräuchen. So transportieren sie die Ladungen und Passagiere ihrer Schiffe auch in den Überseehafen nach Rostock. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Dienst für unseren Wohlstand unter nicht immer den besten Lebens- und Arbeitsbedingungen. Besonders in diesen Tagen der Conora Pandemie haben sie unsere Solidarität auf unterschiedlichste Weise  besonders nötig. Wenn in der Vorweihnachtszeit der Choral „Es kommt ein Schiff geladen“ erklinkt, dann schicken sie doch dabei ihre Gedanken hinaus zu Besatzungen, die  irgendwo unterwegs sind auf dieser weiten Welt auch bis in unseren Hafen. In diesem Choral wird den Seeleuten Gottes teure Fracht nämlich die des Sohnes und die vom ewigen Wort Gottes anvertraut. Sie sind von Gott  beauftragt es uns zu bringen, weil sie wissen, was gute Landungsfürsorge bedeutet.

Und wir als Empfangende? Nehmen sie doch bitte die Seeleute mit hinein in ihre Fürbitte, entzünden sie eine Gedenkkerze besonders in dieser Zeit, dem Advent und Weihnachten. Denn gerade in dieser Zeit will ihre wertvolle Ladung ihre Bestimmung  erreichen: UNS!

 
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kiel suesses an bordDSM Kiel

Süßer Dank für Frachter-Crews

Wegen Corona fällt der Landgang für die Schiffsbesatzung an den meisten Häfen aus. Als Dank für ihre harte Arbeit hat Jens Buddrich an der NOK-Schleuse in Kiel eine Verteilaktion für sie organisiert.

Dicke, graue Wolken hängen am Himmel über der Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal in Kiel. Der Wind bläst Jens Buddrich und Tobias Kaiser von der Seemannsmission immer wieder Regentropfen entgegen. Doch die beiden lassen sich davon nicht beeindrucken. Mit braunen, süßigkeitenbestückten Papiertüten in der Hand gehen sie über das Schleusentor zur Mittelinsel. Dort übergeben sie die Tüten an den Gangways den Besatzungen der Frachtschiffe, die hier gerade auf ihre Weiterfahrt warten. "Um den Seeleuten zu zeigen, dass auch noch an sie gedacht wird in Zeiten der Pandemie", erklärt Buddrich. Es ist ein Dankeschön für die harte Arbeit unter jetzt erschwerten Bedingungen.

Text: Lisa Pandelaki - Gesamten Artikel auf ndr.de lesen
 
 

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